Ihr inneres Kind heilen – mit einem inneren Erwachsenen und inneren Eltern – Teil 2

Im Teil 1 von “Ihr inneres Kind heilen – mit einem inneren Erwachsenen und inneren Eltern” haben Sie erfahren, warum Sie einen inneren liebevollen Erwachsenen brauchen. Der Teil 2 handelt davon, wie Sie Ihren inneren Erwachsenen wecken können.

Haben Sie sich mit der Bedeutsamkeit von einem inneren liebevollen Erwachsenen schon ein wenig vertraut gemacht?
Können Sie Ihren inneren Erwachsenen von Ihrem inneren Kind klar trennen?

Wie Sie Ihren inneren liebevollen Erwachsenen wecken können

Falls Sie das Gefühl haben, Ihr inneres Kind hat weitgehend die Regie in Ihrem Leben übernommen, so können Sie Ihren inneren Erwachsenen wecken, indem Sie im ersten Schritt in einer Meditation oder einer inneren Reise Ihrem inneren Kind einen sicheren Platz kreieren. Dieser Platz soll ein innerer Ort sein, an dem sich Ihr inneres Kind sicher und geborgen fühlt. Diesen Platz können Sie genau so gestalten, wie Ihr inneres Kind es sich wünscht.

Wie sieht der innere Platz für Ihr inneres Kind aus?
Wie sollte der innere Platz gestaltet sein, damit sich Ihr inneres Kind sicher und geborgen fühlen kann?

Nachdem Sie einen solchen sicheren und kindgerechten Platz in Ihrem Inneren erschaffen haben, beordern Sie Ihr inneres Kind im zweiten Schritt möglichst oft dorthin. Somit wird Raum frei, in dem Ihr innerer Erwachsener erwachen kann. Denn solange ein inneres Kind „immer“ im Vordergrund steht, hat der innere Erwachsene keinen Platz.

Je häufiger Sie Ihr inneres Kind symbolisch hinter sich stellen – und dort gehört es auch hin – bzw. es an ihren sicheren Platz schicken, desto besser und schneller kann Ihr innerer Erwachsener wachsen.

Wie fühlt sich das für Sie an, wenn Ihr innerer Erwachsener den nun frei gewordenen Platz füllen kann? Wie erleben Sie sich nun?

Schauen Sie dabei mit ganz viel Wohlwollen auf Ihren inneren Erwachsenen und schenken Sie ihm all Ihre Liebe. So wird auch Ihr innerer Erwachsener zu einem liebevollen Erwachsenen heranreifen.

In welchem Bereich könnten Sie Ihrem inneren Erwachsenen noch ein bisschen mehr Liebe schenken?

Fortsetzung folgt …

Ihr inneres Kind heilen – mit einem inneren Erwachsenen und inneren Eltern – Teil 2
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

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Herr Wohllieb wartet auf ein Zeichen – eine Geschichte von Susanne Niemeyer

Als Herr Wohllieb Dienstagmorgen erwachte, hatte sich ein großes Loch aufgetan. Unten rauschten die Lastwagen. Gegenüber schüttelte eine Frau im dritten Stock ihren Teppich über den Köpfen der Fußgänger aus. Der Himmel war mittelgrau und die Leuchtreklame des Tabakladens blinkte unverdrossen. Es war Dezember. Alles war wie immer, nur dass plötzlich diese Frage vor ihm stand: „Was mache ich mit dem Rest meines Lebens?“ Sie war aufgetaucht, als Herr Wohllieb gründlich seine Zähne putzte und sich dabei routinemäßig im Spiegel betrachtete. Sein Haar hatte sich für einen angenehmen Silberton entschieden, der mit dem Eisblau des Pyjamas korrespondierte, den er in allen geraden Wochen trug. Für die ungeraden hatte er einen Mintgrünen, eine, wie er fand, etwas gewagte Farbe. Aber nachts sah ihn ja niemand.

Die Frage verschwand auch beim Frühstück nicht. Gegen Mittag machte er sich daran, die Badezimmerfugen zu reinigen, um sich zu zerstreuen, aber die Frage blieb. Groß und unüberhörbar stand sie im Raum und ließ sich nicht ignorieren. Herr Wohllieb wunderte sich, denn normalerweise neigte er keinesfalls zu Grübeleien. Im Gegenteil, er schätzte sich als ausgesprochen nüchternen und unkomplizierten Zeitgenossen, dessen einzige Exzentrik darin bestand, sonntags ein weiches Frühstücksei mit 0rangenmarmelade zu essen. Über das Leben im Allgemeinen hatte er sich noch nie Gedanken gemacht.
Nach reiflicher Überlegung beschloss er, sich an Gott, den Allmächtigen, zu wenden. Auch wenn sie bisher noch nicht viel Kontakt miteinander hatten, nahm er an, dass er der richtige Ansprechpartner für derlei Dinge wäre.
„Herr Gott“, begann er, strich über sein Haar und straffte den Rücken, denn dies war ein ernster Moment. Er räusperte sich noch einmal und sprach in Richtung Zimmerdecke: „Was soll ich tun mit meinem Leben? Bitte sei so gut und gib mir ein Zeichen. Danke.“ Er zögerte kurz und fügte noch hinzu: „Dein Bernd“ Dann wartete er.
Aber Gott schwieg. „Merkwürdig“, murmelte Herr Wohllieb, denn er hatte mit einer raschen Reaktion gerechnet. Sein Fall lag ja nicht so kompliziert. „Ob er meine Nachricht nicht erhalten hat? so kompliziert. „Vielleicht ist er überlastet…“ Er verwarf den Gedanken schnell. „Wie albern“, schalt er sich, „überlastet. Der Allmächtige!“

Nach eingehender Betrachtung entschied er, dass es nur einen einzigen Grund für Gottes Schweigen geben konnte: Er dachte nach. Er, Gott, der Allmächtige, wollte für ihn, Bernd Wohllieb, eine perfekte, eine wahrhaft vollkommene Antwort finden. Der Gedanke liess ihn erröten. Sein Herz pochte schneller. Sollte er, Bernd Wohllieb, denn so wichtig sein? Das war doch nicht möglich! Er fuhr sich ein weiteres Mal durchs Haar und beschloss, eine Krawatte umzubinden.
Dann machte er einen Spaziergang, bei dem er jedem Passanten freundlich zunickte, denn auf keinen Fall wollte er, der offenkundig ein so bedeutender Mensch war, für hochnäsig gehalten werden. Auch die folgenden Tage blieben Tage des Schweigens. Gott dachte nach und Herr Wohllieb wollte ihn nicht stören.

Sorgsam ging er mit sich um, hielt sich höflich die Tür auf und achtete darauf, nicht mit sich selbst zu schimpfen, wie er es häufig tat, wenn er »Ich Dussel« murmelte oder »Jetzt reiß dich aber zusammen!“.
Wenn Gott, der Herr, ihn für so wichtig hielt, dass er bereits drei volle Tage über ihn nachdachte, dann sollte er es ihm nachtun und sich nicht für weniger wichtig halten.
Je länger Gottes schweigen dauerte, desto mehr Ehrfurcht bewirkte es in Herrn Wohllieb. Er bemerkte kaum, wie die Jahre vergingen. Seine Haare wurden weiß und er verlor drei Zähne, die Lastwagen auf der Straße wurden größer und eines Morgens war die alte Leuchtreklame gegen eine moderne Schrift ausgetauscht.

Manchmal fiel ihm seine Frage dieses fernen Dienstagmorgens wieder ein. Dann sagte sich Herr Wohllieb: „Gott denkt über mich nach“ Und das beruhigte ihn so ungemein und es erfüllte ihn mit einer solchen Wärme, weil er wusste, zwischen Gott, dem Herrn, und ihm, dem alten Herrn Wohllieb, gab es so etwas wie ein stilles Einvernehmen. Und das war möglicherweise Antwort genug.

Von Susanne Niemeyer
Veröffentlicht wurde die wunderschöne Geschichte im Kalender „Der andere Advent 2015/1016“ des Vereins Tecum 

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Besetzungen

Wenn nach dem körperlichen Tod die Seele nicht ins Licht gehen kann und sich an einen anderen, noch lebenden Menschen anhaftet, spricht man von einer Besetzung. Die Seele befindet sich dann in einer Art Zwischenwelt.

Dies kann geschehen, wenn die verstorbene Seele noch zu stark an Materie (Partner, Besitz, Geld etc.) gebunden ist. Oder wenn der Tod beispielsweise durch einen Unfall sehr plötzlich eingetreten ist und die Seele nicht realisiert hat, dass sie ins Licht gehen soll. In den meisten Fällen ist die verstorbene Seele verwirrt und orientierungslos, so dass es unbewusst und unwillentlich geschieht.

Eine verstorbene Seele kann sich nur in Ihrem Energiefeld einnisten, wenn Ihr Energiefeld nicht komplett ist und Sie somit einer verstorbenen Seele Raum bieten. Eine Besetzung kann entstehen, wenn Sie eine traumatische Situation erleben oder in eine Situation geraten, bei der Sie die Kontrolle über sich selbst verlieren, beispielsweise nach einem Unfall, während einer schweren Krankheit oder während eines Schockerlebnisses. Häufig haben Sie in einer der beschriebenen Situationen einen Seelenanteil verloren, der einen leeren Raum hinterlassen hat, der nun durch eine verstorbene Seele gefüllt wird.

Bei einer Besetzung vermischt sich Ihr eigenes Bewusstsein mit dem der verstorbenen Seele. Sie haben dann vermutlich das Gefühl, nicht mehr in Ihrer eigenen Haut zu stecken, ausgewechselt zu sein und fremdgesteuert zu werden, ohne die Veränderung einordnen zu können.

In einer schamanischen Zeremonie kann die Besetzung gelöst werden. Hierzu wird die verstorbene Seele aus Ihrem Energiefeld befreit und das getan, was getan werden muss, damit sie gehen kann. Danach wird die verstorbene Seele ins Licht begleitet.

Anschließend wird Ihnen der verlorengegangene Seelenteil wieder zurück gebracht, damit Ihr Energiefeld wieder komplett und Sie heil sind.

Besetzungen
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale & The Work of Byron Katie

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Seelenverträge

Wir alle haben den einen großen Seelenvertrag, der unsere Lebensaufgabe und Bestimmung enthält.
Daneben gehen Sie im Laufe Ihres Lebens noch zahlreiche Seelenverträge ein, die Sie mit sich selbst oder mit anderen Menschen abschließen. Vermutlich bringen Sie auch aus früheren Leben Seelenverträge mit, die noch heute wirken, sofern sie nicht aufgelöst wurden.

Seelenverträge umfassen vor allem Glaubensätze, Versprechen und Schwüre. In der Regel schließen Sie Seelenverträge in Situationen ab, in denen es Ihnen entweder sehr gut oder sehr schlecht geht.
Sie entstehen häufig unbewusst oder aus Liebe:
- Sie haben Ihrer großen Liebe ewige Treue geschworen.
- Sie versprechen einem Freund, immer für ihn da zu sein.
- Sie versprechen am Sterbebett Ihrer Mutter, ihr Geschäft zu
übernehmen und in ihrem Sinne weiterzuführen.
- Sie wollen eine bestimmte Situation nie wieder in Ihrem Leben erleben.

Seelenverträge wirken wie Vorgaben, die Ihr Denken, Ihre Gefühle, Ihr Handeln sowie Ihr ganzes Erleben in der Welt bestimmen. Sie haben dann keine Wahl mehr, frei zu entscheiden, denn ein Seelenvertrag drängt bis zur Auflösung auf seine Erfüllung. Auch wenn Sie Ihre Seelenverträge unbewusst geschlossen, sie mittlerweile vergessen haben, sich Ihre Lebenssituation um 180 Grad gedreht hat, wirken Ihre Seelenverträge noch immer und üben einen großen, stetigen Einfluss auf Ihr jetziges Leben aus.

Seelenverträge können zu Problemen in den verschiedensten Lebensbereichen führen: Familie, Partnerschaft, Sexualität, Gesundheit, Beruf / Berufung sowie Materielles.

Seelenverträge können beispielsweise zur Folge haben, dass
- Sie eine/n PartnerIn auch lange nach der Trennung nicht loslassen können,
- Sie immer wieder Freundschaften / Beziehungen zu Menschen eingehen, die gar nicht zu Ihnen passen und / oder Ihnen nicht gut tun,
- Ihnen nach jedem Arbeitsplatzwechsel immer wieder die gleichen Probleme begegnen,
- Sie Ihre Berufung nicht ausleben, Ihre Lebensaufgabe nicht ausführen können,
- Sie krank werden.

Für die Auflösung eines Seelenvertrages brauchen Sie diesen nicht zu kennen.

In einer schamanischen Zeremonie wird der alte Seelenvertrag gefunden, transformiert und durch einen neuen, erstarkenden Seelenvertrag ersetzt.

Die Auflösung eines einengenden Seelenvertrags ist sehr heilsam.

So werden Sie (wieder) frei und können Ihr Leben so leben, wie Sie es wollen.

Seelenverträge
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

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Rad der Sexualität – Teil 2

In diesem Artikel wird das Rad der Sexualität fortgesetzt.

Der Westen

Im Westen geht es um das Gleichgewicht mit dem Element Erde und dem physischen Aspekt des Menschseins: unserem Körper.
Das umfasst auch unsere Körpersäfte, Begehren, Verlangen, Triebe, Wolllust, Stöhnen und Stimme. Deshalb ist der Westen die Himmelsrichtung, die am stärksten mit Scham und Schuldgefühlen belastet ist.
Der Westen bedeutet auch Stärke, Ausdauer und Stabilität. Um Kraft und Stärke zu besitzen, müssen wir in der Lage sein, mit unserem Körper Energie zu halten. Hier geht es nicht um Festhalten von etwas, sondern um das Halten und auch Transformieren von Energie, wie z.B. beim Essen.

Die Balance zeigt sich im Westen:
- in der Annahme des eigenen Körpers und der Körpersäfte
- in entspannter Sexualität und Selbstliebe
- in Geschmeidigkeit und Beweglichkeit des Körpers
- im Geerdetsein

Eine Disbalance bzw. eine Blockade im Westen kann sich in folgenden Verhaltensweisen zeigen:
- wir spüren unseren Körper nicht, d.h. wir sind in der Sexualität nicht wirklich in unserem Körper anwesend, dafür ist ist unser Geist meist hyperaktiv
- wir schämen uns dafür, wenn wir eine Frau / einen Mann begehren
- wir schämen uns dafür, wenn wir Selbstliebe machen
- wir schämen uns für die eigenen Körpersäfte
- wir versagen uns, unsere Wolllust durch unsere Stimme und Töne zu zeigen
- wir haben Geschlechtsvorurteile
- unser Körper ist steif und unbeweglich
- unser Körper ist verspannt

Der Norden

Im Norden geht es darum, mit dem Element Luft und damit auch mit dem Wind ins Gleichgewicht zu kommen. Mit unserem Verstand empfangen wir, um alle notwendigen Informationen zu koordinieren, damit wir in Einklang mit unserer Absicht bleiben.

Wenn wir mit dem Verstand nicht richtig empfangen, so ist unser Blickwinkel verengt und wir werden unflexibel.

Der Norden ist am Wichtigsten für die Entwicklung der Sexualität. Hier treffen wir die bewusste Entscheidung für Vergnügen und Genießen. Oder wir treffen unbewusst eine Entscheidung dafür, in der Opferrolle zu bleiben.

Die Balance zeigt sich im Norden:
- indem wir Ja zu unserer Sexualität sagen
- indem wir über unsere Sexualität und auch über unsere sexuellen Wünsche sprechen
- indem wir Fantasie haben und uns sexuelle Fantasien erlauben

Eine Disbalance bzw. eine Blockade im Norden kann sich in folgenden Verhaltensweisen zeigen:
- wir sind unentschlossen, ob wir Sex haben möchten oder nicht
- wir verbieten uns die eigene Lust an der Sexualität
- wir spüren Widerstand, Neues (auch in der Sexualität) auszuprobieren
- es fällt uns schwer, Entscheidungen zu treffen
- wir übernehmen keine Verantwortung für uns
- wir bleiben in der Opferrolle
- wir sagen “ja” auch wenn wir ein “nein” fühlen
- wir haben starre Glaubensätze
- wir halten an Voruteilen fest
- wir bewerten und beurteilen / verurteilen

Im Zentrum

Im Zentrum ist das Element der Leere.

Hier sind wir in Balance, wenn alle 4 Himmelsrichtungen entwickelt sind.

Je stärker das der Fall ist, desto tiefer sind wir in Kontakt mit der sexuellen Urenergie und Lebendigkeit. Wir nehmen uns nicht mehr als getrennte Wesen wahr, sondern sind mit etwas Größerem verbunden. Wir sind authentisch.

Wenn das Zetrum noch nicht in Balance ist, erleben wir unser Sexualität häufig sehr leistungsorientiert.

Zum Abschluss noch ein kurzer Blick zum Trantra.

Bei allen oben beschriebenen Punkten geht es darum, dass wir sie auch für uns alleine erleben können, unabhängig von einer / einem PartnerIn.
Das bedeutet auch, dass wir selbst selbst die Verantwortung für unsere eigene Sexualität, für unsere Lust übernehmen. Nicht die / der PartnerIn ist für unsere Lust, für unsere erotischen Gefühle oder unseren Orgasmus zuständig. Das sind wir selbst.
Genauso wie wir für unser eigenes Glück verantwortlich sind, sind wir auch für unsere Sexualität verantwortlich.

Das ist der tantrische Weg.

Rad der Sexualität – Teil 2
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

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Rad der Sexualität – Teil 1

Im Schamanismus wird das Wissen auf Räder gelegt. Das bedeutet, dass die verschiedenen Aspekte eines Bereichs den dazugehörigen Himmelsrichtungen zugeordnet werden, wobei auch das Zentrum einbezogen wird.

Zur besseren Verständlichkeit möchte ich kurz einige Bereiche / Räder nennen:
- die Sonnenstände
- die Jahreszeiten
- die Elelemente
- die Aspekte des Menschseins
- die menschlichen Reaktionen
- die Welten von Großmutter Erde

In diesem Artikel geht es um das Rad der Sexualität.

Der Osten

Im Osten sind das Feuer und die Verbindung zur spirituellen Dimension der Sexualität. Im Osten geht es auch um unser Selbstwachstum und unsere Entwicklung. Aus schamanischer Sicht bedeutet dies, dass wir uns ständig erweitern, in dem wir als Bestimmer handeln.

Die Balance im Osten zeigt sich:
- indem wir an etwas Größeres angebunden sind
- indem wir unsere Sexualität spirituell erfahren
- im Erleben von Leidenschaft
- im Erleben von magische Momenten
- indem unsere innere Flamme brennt

Eine Disbalance bzw. eine Blockade im Osten kann sich in folgenden Verhaltensweisen zeigen:
- wir wollen Sex zur Bestätigung
- wir sind sexsüchtig
- wir sind gute Techniker beim Sex, weil wir die Kontrolle behalten wollen
- wir haben Angst, zu versagen
- wir haben Probleme, unser Herz zu öffnen
- wir haben aber Angst vor Nähe, weil wir sie nicht annehmen können
- uns fehlt die Anbindung an etwas Größeres
- wir kennen unsere Vision nicht bzw. folgen ihr nicht
- wir fühlen uns ohne Hoffnung
- wir machen uns kleiner als wir sind und zeigen das eigene Strahlen nicht
- wir empfinden keine Begeisterung
- wir fühlen uns geschmeichelt, wenn jemand an uns Interesse zeigt

Der Süden

Im Süden ist das Element Wasser und damit auch die Fähigkeit, zu fließen. Hier sind auch die Gefühle und Emotionen angesiedelt.

Um mit unseren Gefühlen in Balance zu sein, müssen wir mit unseren Gefühlen gehen. D.h. wir nehmen unsere Gefühle wahr und drücken sie aus, wenn sie da sind und lassen sie anschließend los bzw. sie fließen von alleine davon, wenn sie gelebt und ausgedrückt wurden. Wenn wir sie unterdrücken, fließen sie woanders hin und suchen sich einen anderen Weg zum Ausbruch, z.B. durch Krankheit.

Wenn wir im Süden in Balance sind, haben wir unser emotionales Gleichgewicht gefunden.
Die Balance zeigt sich im Süden:
- in Zärtlichkeit
- in Hingabe
- im Verschmelzen
- im Verspieltsein
- im Neugierigsein, auch sexuell neugierig
- im direkten Ausdruck von Gefühlen
- im Zulassen wirklicher Nähe

Eine Disbalance bzw. eine Blockade im Süden kann sich in folgenden Verhaltensweisen zeigen:
- wir wollen lieber kuscheln als Sex
- wir nehmen Sex in Kauf, um Nähe zu erhalten
- Männer wollen nur ejakulieren
- Frauen wollen auf emotionaler Ebene (durch Jammern) ejakulieren
- wir können unsere Gefühle nicht wahrnehmen, trauen ihnen nicht oder wir getrauen uns nicht, sie auszudrücken
- wir halten uns in Emotionen aus unserer Kindheit (siehe auch meinen Artikel zu Kellergefühlen) und unseren Dramen auf
- wir wollen haben und können nicht genug bekommen oder wir können nicht nehmen
- wir vertrauen niemanden
- wir sind in der Opferrolle
- wir verweigern die Verantwortung für uns selbst und wollen ewig Kind bleiben

Fortsetzung folgt …

Rad der Sexualität – Teil 1
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

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Sonderaktion für NeukundInnen bis 29. Februar 2016

Sonderaktion für NeukundInnen:
3 für 2 Sitzungen vor Preiserhöhung

Bevor ich den Preis für meine Einzelsitzung zum 1. März 2016 um
10 Euro auf insgesamt 130 Euro anpasse, möchte ich Ihnen noch eine
3 für 2 Sonderaktion zum “alten” Preis anbieten:

Sie erhalten 3 Einzelsitzungen zum Preis von 2
bei einer Buchung bis 29. Februar 2016.
Der Gesamtpreis beträgt somit nur 240 Euro.
Sie bekommen also 120 Euro geschenkt!

Eine Sitzung dauert zwischen 1,5 und 2 Stunden.

Die einzelnen Termine können gerne auch nach dem 29. Februar 2016 stattfinden,
wichtig ist nur, dass die Buchung und Bezahlung bis dahin erfolgt.

Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihre
Myriam Tonga Götze

P.S. Von den Einzelsitzungen sind Aufstellungen und Extraktionen ausgeschlossen,
weil diese länger als 2 Stunden dauern.

Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

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Ihr inneres Kind heilen – mit einem inneren Erwachsenen und inneren Eltern – Teil 1

Hiermit möchte ich meine Reihe zum inneren Kind mit den in 2012 bis 2014 bereits veröffentlichten Artikeln (“Verletzungungen & Überlebensstrategien”, “Auswirkungen des verletzten inneren Kindes im Erwachsenenalter”, “Lernen Sie Ihr inneres Kind kennen” sowie “Nehmen Sie Ihr inneres Kind an”) fortsetzen.

In der nun folgenden Reihe erfahren Sie,
- warum Sie einen inneren liebevollen Erwachsenen brauchen,
- wie Sie Ihren inneren Erwachsenen wecken können,
- wie Sie Ihren inneren liebevollen Erwachsenen stärken können,
- wie Ihnen Ihre inneren Eltern bei Ihrer Heilung helfen können
- und wie Sie Ihre inneren Eltern finden können.

Mit diesen Themen bauen die Newsletter auf der ersten Reihe auf und gehen noch einige Schritte weiter. Dabei bringen sie vielleicht den einen oder anderen ungewöhnlichen Gedanken mit sich.

Sind Sie bereit?

Warum Sie einen inneren liebevollen Erwachsenen brauchen

Damit wir unser inneres Kind annehmen können, brauchen wir einen erwachsenen Teil in uns, der sich um die Ängste und Bedürfnisse unseres inneren Kindes kümmert.

Wie steht es um Ihren erwachsenen Anteil in Ihnen?
Ist er gut ausgeprägt und stark?
Oder kennen Sie ihn kaum und fühlen sich schnell in Ihrem Leben überfordert?

Solange Sie diesen inneren Erwachsenen nur wenig präsent haben, kann es Ihnen passieren, dass Sie vollständig von den Gefühlen Ihres inneren Kindes überschwemmt werden, wenn etwas oder jemand Sie triggert. Ein Trigger ist ein Auslöser, der die Erinnerungen an alte negative Erfahrungen – meist aus der Kindheit – in uns weckt. Dabei fühlen sich die alten Erfahrungen so an, als würde man sie in dem gegenwärtigen Moment erleben. Dies stimmt allerdings nicht, weil diese Erfahrungen aus der Vergangenheit stammen und wir sie nur wieder „aufwärmen“. Es läuft sozusagen ein alter „Film“ aus unserer Kindheit ab. Und in der Regel ist es uns nicht bewusst, dass wir in einen alten „Film“ eingetaucht sind.

Beispiel:
Ihr Vorgesetzter sagt irgendetwas zu Ihnen und Sie fühlen sich durch seine Aussage abgelehnt. Manchmal reicht dafür schon eine ganz harmlose Aussage oder Geste.
In diesem Fall sind Sie in einem „Film“ aus Ihrer Kindheit gelandet, wo Sie sich durch eine wichtige Bezugsperson abgelehnt gefühlt haben. Für ein Kind ist es existenziell bedrohlich, wenn es von den Eltern abgelehnt wird, weil es im extremsten Fall sterben kann, wenn die Eltern sich von dem Kind abwenden.

Wenn Sie sich jedoch als Kind von Ihren Eltern überwiegend geliebt und angenommen gefühlt haben, würde selbst eine verletzende Aussage Ihres Vorgesetzten Sie nicht triggern. Sie würden aus der Aussage keine Ablehnung Ihrer Person heraushören. Sie würden sich vielleicht kurz darüber ärgern und dann würden Sie vermutlich das Verhalten Ihres Vorgesetzten nicht persönlich nehmen, sondern es da lassen, wo es hingehört, nämlich bei Ihrem Vorgesetzten.

Zurück zu unserem Beispiel:
Das Verhalten eines anderen Menschen triggert Sie und Ihr „Film“ aus der Kindheit beginnt ungewollt und meist unwissentlich zu laufen. Hier kann es nun passieren, dass Sie von Ihrem „Film“ aus Ihrer Kindheit so absorbiert werden, dass Sie komplett in die Gefühle Ihres inneren verletzten Kindes rutschen. Das bedeutet, es ist in solchen Momenten kein innerer Erwachsener mehr anwesend und somit auch niemand da, der Ihr verletztes, trauriges oder ängstliches inneres Kind trösten kann. Somit sind Sie nur noch Kind. Metaphorisch gesehen ist Ihr inneres Kind vor Sie getreten, Ihr erwachsener Anteil wurde in den Hintergrund gedrängt und Ihr inneres Kind versucht verzweifelt, die Anforderungen, egal ob sie real gestellt oder ob sie nur gefühlt werden, zu erfüllen. Daran kann Ihr inneres Kind nur scheitern. Die Versagensgefühle sind vorprogrammiert.

Kommt Ihnen das bekannt vor?
Wer oder was kann Sie triggern?

Damit Sie sich in solchen Situationen Ihrem inneren Kind annehmen können, brauchen Sie mindestens ein Bein, das aus dem Szenario heraustreten kann und wieder auf dem Boden und im Hier und Jetzt ankommt.

Denn die Gefühle des inneren Kindes haben ausschließlich mit Verletzungen in der Kindheit zu tun.
Wenn Sie also mit einem Bein aus der Vergangenheit ausgestiegen und in der Realität wieder angekommen sind, können Sie Ihren inneren erwachsenen Anteil aktivieren, sich schützend vor Ihr inneres verletztes, trauriges oder ängstliches Kind stellen und ihm das schenken, was es gerade von Ihnen braucht.

Was braucht Ihr inneres Kind am meisten von Ihnen?

In Ihrem Alltag gehört Ihr inneres Kind bildlich gesprochen hinter Sie, damit der erwachsene Anteil in Ihnen vorne steht, um die Anforderungen und Herausforderungen gut bewältigen zu können.

Dafür benötigen Sie einen inneren Erwachsenen und zwar einen liebevollen inneren Erwachsenen!

Der innere Kritiker oder auch eine Art kritisches Eltern-Ich sind dafür völlig ungeeignet. Wenn Sie die Verletzungen Ihres inneren Kindes heilen und seine Bedürfnisse erfüllen möchten, können Sie dies nur mit viel Fürsorge und Liebe erreichen.

Wie liebevoll ist Ihr innerer Erwachsener?
Wo sehen Sie noch Verbesserungspotenzial?

Fortsetzung folgt …

Ihr inneres Kind heilen – mit einem inneren Erwachsenen und inneren Eltern – Teil 1
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

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Ängste als Wegweiser

Hiermit möchte ich meine beiden Beiträge “Haben Sie Angst? Welches Leid ertragen Sie?” und “Ängste: Vorteile? – Ein Leben ohne Ängste?” fortsetzen.

Meines Erachtens geht es gar nicht darum, künftig keine Angst mehr zu haben. Vielmehr ist es erstrebenswert, Ihre eigenen Ängste zu überwinden und trotzdem mit ihnen aktiv Ihr Leben zu gestalten.

Heißen Sie Ihre Ängste als Wegweiser zu einer größeren inneren Freiheit willkommen. In meiner schamanischen Ausbildung habe ich gelernt: Dort, wo die Angst ist, geht’s lang!

Klingt das für Sie plausibel oder ist es eher erschreckend? Warum?
Wann sind Sie das letzte Mal über Ihren Schatten gesprungen?

Wenn wir unser Leben trotz Ängste aktiv in die Richtung lenken, in der unser Herzblut fließt und unsere Seele fliegen kann, so tragen wir enorm zu unserem Glück bei und erweitern gleichzeitig unsere innere Komfortzone. Mit jedem Sprung über Ihren eigenen
Schatten bieten sich neue Chancen, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Wer weiß, ob und wann sie wiederkommen. Überwundene Ängste öffnen Türen zu Räumen, die sonst verschlossen blieben.

Ein Dichter hat einmal gesagt: Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst.

Welche Punkte / Ziele / Perspektiven könnten in Ihrem Leben wichtiger sein als Ihre Ängste?
Wofür lohnt es sich, dass Sie es notfalls mit zitternden Knien und schweißnassen Händen angehen?
Wo fühlt sich Ihre Seele hingezogen?

Sie haben bestimmt auch schon in vielen Situationen Ihre Ängste überwunden und damit Ihre innere Freiheit vergrößert. Vielleicht sind Ihnen auf Anhieb nicht so viele Situationen
präsent. Da viele Menschen dazu neigen, ihre Erfolge wenig bis gar nicht wahrzunehmen, geschweige denn zu würdigen, möchte ich Sie mit zwei Fragen bei der Sammlung Ihrer Erfolgserlebnisse unterstützen:
· In welchen Situationen sind Sie schon einmal mutig gewesen?
· Wie haben Sie es geschafft, Ihre Angst zu überwinden?

Am besten wäre es, wenn Sie sich Ihre Erfolgserlebnisse notieren. So geraten sie nicht so leicht wieder in Vergessenheit und stärken außerdem Ihr Selbstbewusstsein.

Damit Sie beim nächsten Mal Ihre Ängste noch besser als Wegweiser erkennen können, habe ich für Sie die folgenden Fragen zusammengestellt:
· Wann und wo würden Sie gerne noch mutiger sein?
· Was könnten Sie dazu beitragen, dass im nächsten Kampf zwischen Ihrer Angst und Ihrem Mut Ihr Mut gewinnt?
· Mit welchem behutsamen Schritt könnten Sie sich trotz Angst an ein Leben in Freude und Freiheit herantasten?
· In welchem Bereich könnten Sie es wagen, ein kleines Risiko einzugehen?
· Wie können Sie es schaffen, dass in Ihrem Leben Ihre innere Freiheit eine größere Rolle als Ihre Angst spielt?
· Was brauchen Sie, damit Ihre innere Sicherheit / Ihr Selbstvertrauen sich noch ein bisschen vergrößern?
· Was hat Ihnen in der Vergangenheit dabei geholfen?
· Wie können Sie es erreichen, dass Sie Ihre Ängste als Chancen und Wegweiser erkennen?
· Wie stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Erfolgserlebnisse wahrnehmen?
· Auf welche Weise könnten Sie Ihre Erfolge – auch die kleinen – feiern?

Und dadurch, dass wir unsere Ängste nicht verbannen, sondern sie als Teil unseres Selbst annehmen und sie vorhanden sein dürfen, werden sie meistens schon ein bisschen kleiner.

Kennen Sie das?
Ist Ihnen das auch schon passiert?

Wie können Sie erreichen, dass Sie Ihren Ängsten einen „gesunden Platz“ in Ihrem Leben geben?

Wenn Sie sich Ihren Ängsten stellen und Mut beweisen, so stärkt dies auch Ihr Selbstvertrauen. Ihre innere Sicherheit kann sich Stück für Stück vergrößern. Vielleicht ist schon beim nächsten Mal die „gleiche“ Situation nicht mehr so besorgniserregend. Mit
Ihren Sprüngen über Ihren eigenen Schatten ist irgendwann die ursprünglich beängstigende Situation nicht mehr der Rede wert. Ihre innere Komfortzone hat sich stark vergrößert. Dies ist ein riesiger Schritt in Ihre innere Freiheit.

Zum Abschluss möchte ich Ihnen einen arabischen Segenswunsch mit auf den Weg geben:
„Ich wünsche dir, dass du arbeitest, als würdest du kein Geld brauchen,
dass du liebst, als hätte dich noch nie jemand verletzt,
dass du tanzt, als würde keiner zuschauen,
dass du singst, als würde keiner zuhören,
dass du lebst, als wäre das Paradies auf Erden.“

Klingt das nicht wunderschön?

Ich möchte Sie ermutigen, bei jeder Gelegenheit, die Sie ängstigt, über Ihren Schatten zu springen: ggf. auch mit der Angst an Ihrer Seite, aber in ein Leben voller Freude, Begeisterung, Hingabe, Liebe und innerer Freiheit.

Ich wünsche Ihnen viel Mut bei Ihren kleinen und großen Sprüngen!
Genießen Sie Ihren größer werdenden inneren Freiraum.

Ängste als Wegweiser
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

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“Lebe jeden Tag, als als wäre es dein letzter” – Wege zum intensiven Leben

Hiermit möchte ich meinen beiden Beiträge zu “Leben jeden Tag, als wäre es dein letzter” fortsetzen und Sie zum erneuten Einstieg in das Thema fragen, wie Sie aus Schicksalsschlägen lernen können.

Wie können Sie aus Schicksalsschlägen lernen?

Manchmal bekommen wir eine schmerzliche „Warnung“ vom Leben, einen erschütternden Wink vom Schicksal. Beispiele dafür können sein, dass
· ein Mann einen kleineren Herzinfarkt ohne größere Folgen erleidet,
· bei einer Frau Brustkrebs entdeckt wird und dieser relativ problemlos und mit positiven Zukunftsaussichten entfernt werden kann,
· ein Manager unter dem Burn-out-Syndrom leidet und kurz vor dem Zusammenbruch steht.

Haben Sie schon eine solche oder ähnliche „Warnung“ erhalten?
Wenn ja, welche?
Haben Sie das Warnzeichen als solches erkannt?

In solchen Situationen sind wir dem Tod ein Stückchen näher und haben die große Chance, daraus zu lernen, unsere Lebensintensität zu erhöhen, unser Leben zu verändern und es in die gewünschte Richtung zu lenken. Schicksalsschläge bieten die Möglichkeit, inne zu halten und nachzuspüren, ob wir das Leben so leben, wie wir es leben möchten oder ob wir unsere Wünsche und Träume auf später verschieben.

Haben Sie schon einmal einen Schicksalsschlag erlitten?
Wenn ja, konnten Sie etwas Positives für sich daraus ziehen?
Wenn ja, wie haben Sie Ihr Leben daraufhin verändert?

Wege zum intensiven Leben

Zu Beginn dieses Abschnitts möchte ich Sie mit ein paar Fragen zur Selbstreflexion einladen:

Was meinen Sie? Kann man auch intensiv leben, ohne dem Tod nahe zu sein?
In welchen Bereichen / Momenten Ihres Lebens gelingt es Ihnen schon, intensiv und bewusst zu leben?
Wie sind Sie dort hingekommen?
Wie schaffen Sie es, diese Intensität im Alltag beizubehalten?
In welchen Bereichen / Situationen werden Sie eher gelebt, anstatt dass Sie Ihr Leben selbst aktiv nach den eigenen Wünschen gestalten?
Wie können Sie Ihre Fähigkeit, intensiv und bewusst zu leben, auf andere Situationen übertragen?

Zum Abschluss habe ich für Sie noch einige Punkte aufgeführt, die Ihnen den Weg zu einem intensiven, bewussten Leben erleichtern können:

Fragen Sie sich regelmäßig, ob Sie das Leben führen, welches Sie führen möchten!

Manche Menschen achten darauf, dass ihre Wohnung immer ordentlich ist. Andere Menschen arbeiten so viel, dass ihnen abends kaum noch Zeit zum Luftholen bleibt.
Möchten Sie so leben?
Würden Sie auch so leben, wie Sie es derzeit tun, wenn Sie schwer krank und vielleicht schon dem Tod nahe wären?
Es geht nicht darum, dass Sie jeden Tag „blau“ machen, Ihr ganzes Geld auf den Kopf hauen und nur noch Partys feiern. Es geht vielmehr darum, dass Sie Ihr Leben aktiv und bewusst gestalten und soweit wie möglich all das leben, was Sie glücklich und zufrieden macht und von innen nährt. Und falls Sie irgendwann einmal plötzlich sterben sollten, so haben Sie das Beste aus Ihrem Leben gemacht.

Hand aufs Herz.
Inwieweit machen Sie das schon?
In welchen Bereichen gibt es noch Intensivierungspotenziale?

Fragen Sie sich immer einmal wieder, ob Sie das Leben leben, das Sie leben möchten. Und verändern Sie ihr Leben, wenn Ihnen Ihre Antwort nicht gefällt.

Was könnten Sie unternehmen, damit Sie Ihrem Wunschleben näher kommen?

Seien Sie sich Ihrer Sterblichkeit bewusst!

Häufig ist der Tod für uns Menschen weit entfernt. Wir fühlen uns unsterblich;
so lange, bis wir alt und / oder krank werden.
Machen Sie sich bewusst, dass Sie sterblich sind, dass plötzliche Unfälle, auftretende Krankheiten all Ihre schönen Pläne mit einem Schlag zunichtemachen können.
Diese Sichtweise kann Ihnen dabei helfen, Ihr Leben jetzt schon in vollen Zügen zu genießen und die schönen Dinge Ihres Lebens nicht aufzuschieben, sondern bei nächster Gelegenheit zu realisieren.

Befreien Sie sich von dem Glaubenssatz „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“!

Viele von uns haben in der Kindheit gelernt, dass es wichtig ist, erst alle Aufgaben ordnungsgemäß zu erledigen, bevor man sich dem Vergnügen widmet. Das kann dazu führen, dass Sie nach einem langen Arbeitstag zwar eine piekfeine Wohnung haben, aber keine Zeit und Energie mehr aufbringen können, um Ihre FreundInnen zu treffen.

Versuchen Sie doch einmal, mehr nach dem Lustprinzip zu leben. Beginnen Sie den Tag mit etwas Schönem. Schaffen Sie sich „Freude-Inseln“, die Sie nähren und auf denen Sie auftanken können.
Gönnen Sie sich zwischendurch eine Pause. Machen Sie in dieser Zeit etwas, was Ihnen Spaß und innere Befriedigung bereitet. So können Sie anschließend auch wieder erholt und voller Kraft an Ihre Arbeit gehen.

Erledigen Sie wichtige Dinge „sofort“!

Wenn Sie jemanden lieben, sagen Sie es dem Menschen …,
wenn Sie sich mit jemandem gestritten haben, versöhnen Sie sich wieder …,
wenn Sie Träume und Pläne haben, setzen Sie sie um …,
wenn Sie lange nichts mehr von Ihren FreundInnen gehört haben, rufen Sie an …,

denn Sie wissen nicht, was der nächste Tag für Sie bereithält.

Auf diese Weise müssen Sie weniger um verpasste Gelegenheiten „trauern“, sondern können sich über Ihre genutzten Chancen freuen.

Welche weiteren Möglichkeiten für ein intensives Leben kennen Sie noch?
Können Sie sich vorstellen, einen der oben aufgeführten Punkte bei passender Gelegenheit umzusetzen?

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein intensives und bewusstes Leben:
Jeder Tag, jede Stunde sowie jede Minute ist etwas Besonderes! Genießen Sie sie!

“Lebe jeden Tag, als als wäre es dein letzter” –
Wege zum intensiven Leben

Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

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