Ihr inneres Kind heilen – mit einem inneren Erwachsenen und inneren Eltern – Teil 1

Hiermit möchte ich meine Reihe zum inneren Kind mit den in 2012 bis 2014 bereits veröffentlichten Artikeln (“Verletzungungen & Überlebensstrategien”, “Auswirkungen des verletzten inneren Kindes im Erwachsenenalter”, “Lernen Sie Ihr inneres Kind kennen” sowie “Nehmen Sie Ihr inneres Kind an”) fortsetzen.

In der nun folgenden Reihe erfahren Sie,
- warum Sie einen inneren liebevollen Erwachsenen brauchen,
- wie Sie Ihren inneren Erwachsenen wecken können,
- wie Sie Ihren inneren liebevollen Erwachsenen stärken können,
- wie Ihnen Ihre inneren Eltern bei Ihrer Heilung helfen können
- und wie Sie Ihre inneren Eltern finden können.

Mit diesen Themen bauen die Newsletter auf der ersten Reihe auf und gehen noch einige Schritte weiter. Dabei bringen sie vielleicht den einen oder anderen ungewöhnlichen Gedanken mit sich.

Sind Sie bereit?

Warum Sie einen inneren liebevollen Erwachsenen brauchen

Damit wir unser inneres Kind annehmen können, brauchen wir einen erwachsenen Teil in uns, der sich um die Ängste und Bedürfnisse unseres inneren Kindes kümmert.

Wie steht es um Ihren erwachsenen Anteil in Ihnen?
Ist er gut ausgeprägt und stark?
Oder kennen Sie ihn kaum und fühlen sich schnell in Ihrem Leben überfordert?

Solange Sie diesen inneren Erwachsenen nur wenig präsent haben, kann es Ihnen passieren, dass Sie vollständig von den Gefühlen Ihres inneren Kindes überschwemmt werden, wenn etwas oder jemand Sie triggert. Ein Trigger ist ein Auslöser, der die Erinnerungen an alte negative Erfahrungen – meist aus der Kindheit – in uns weckt. Dabei fühlen sich die alten Erfahrungen so an, als würde man sie in dem gegenwärtigen Moment erleben. Dies stimmt allerdings nicht, weil diese Erfahrungen aus der Vergangenheit stammen und wir sie nur wieder „aufwärmen“. Es läuft sozusagen ein alter „Film“ aus unserer Kindheit ab. Und in der Regel ist es uns nicht bewusst, dass wir in einen alten „Film“ eingetaucht sind.

Beispiel:
Ihr Vorgesetzter sagt irgendetwas zu Ihnen und Sie fühlen sich durch seine Aussage abgelehnt. Manchmal reicht dafür schon eine ganz harmlose Aussage oder Geste.
In diesem Fall sind Sie in einem „Film“ aus Ihrer Kindheit gelandet, wo Sie sich durch eine wichtige Bezugsperson abgelehnt gefühlt haben. Für ein Kind ist es existenziell bedrohlich, wenn es von den Eltern abgelehnt wird, weil es im extremsten Fall sterben kann, wenn die Eltern sich von dem Kind abwenden.

Wenn Sie sich jedoch als Kind von Ihren Eltern überwiegend geliebt und angenommen gefühlt haben, würde selbst eine verletzende Aussage Ihres Vorgesetzten Sie nicht triggern. Sie würden aus der Aussage keine Ablehnung Ihrer Person heraushören. Sie würden sich vielleicht kurz darüber ärgern und dann würden Sie vermutlich das Verhalten Ihres Vorgesetzten nicht persönlich nehmen, sondern es da lassen, wo es hingehört, nämlich bei Ihrem Vorgesetzten.

Zurück zu unserem Beispiel:
Das Verhalten eines anderen Menschen triggert Sie und Ihr „Film“ aus der Kindheit beginnt ungewollt und meist unwissentlich zu laufen. Hier kann es nun passieren, dass Sie von Ihrem „Film“ aus Ihrer Kindheit so absorbiert werden, dass Sie komplett in die Gefühle Ihres inneren verletzten Kindes rutschen. Das bedeutet, es ist in solchen Momenten kein innerer Erwachsener mehr anwesend und somit auch niemand da, der Ihr verletztes, trauriges oder ängstliches inneres Kind trösten kann. Somit sind Sie nur noch Kind. Metaphorisch gesehen ist Ihr inneres Kind vor Sie getreten, Ihr erwachsener Anteil wurde in den Hintergrund gedrängt und Ihr inneres Kind versucht verzweifelt, die Anforderungen, egal ob sie real gestellt oder ob sie nur gefühlt werden, zu erfüllen. Daran kann Ihr inneres Kind nur scheitern. Die Versagensgefühle sind vorprogrammiert.

Kommt Ihnen das bekannt vor?
Wer oder was kann Sie triggern?

Damit Sie sich in solchen Situationen Ihrem inneren Kind annehmen können, brauchen Sie mindestens ein Bein, das aus dem Szenario heraustreten kann und wieder auf dem Boden und im Hier und Jetzt ankommt.

Denn die Gefühle des inneren Kindes haben ausschließlich mit Verletzungen in der Kindheit zu tun.
Wenn Sie also mit einem Bein aus der Vergangenheit ausgestiegen und in der Realität wieder angekommen sind, können Sie Ihren inneren erwachsenen Anteil aktivieren, sich schützend vor Ihr inneres verletztes, trauriges oder ängstliches Kind stellen und ihm das schenken, was es gerade von Ihnen braucht.

Was braucht Ihr inneres Kind am meisten von Ihnen?

In Ihrem Alltag gehört Ihr inneres Kind bildlich gesprochen hinter Sie, damit der erwachsene Anteil in Ihnen vorne steht, um die Anforderungen und Herausforderungen gut bewältigen zu können.

Dafür benötigen Sie einen inneren Erwachsenen und zwar einen liebevollen inneren Erwachsenen!

Der innere Kritiker oder auch eine Art kritisches Eltern-Ich sind dafür völlig ungeeignet. Wenn Sie die Verletzungen Ihres inneren Kindes heilen und seine Bedürfnisse erfüllen möchten, können Sie dies nur mit viel Fürsorge und Liebe erreichen.

Wie liebevoll ist Ihr innerer Erwachsener?
Wo sehen Sie noch Verbesserungspotenzial?

Fortsetzung folgt …

Ihr inneres Kind heilen – mit einem inneren Erwachsenen und inneren Eltern – Teil 1
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

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