Gefühle / “Keller-Gefühle”: Unterscheidung und Konsequenzen

Hiermit möchte ich meinen Beitrag “Emotionen / Gefühle / “Keller-Gefühle”?” fortsetzen und Ihnen vorstellen, wie Sie “Keller-Gefühle” von wahren Gefühlen unterscheiden können und welche Konsequenzen nicht erkannte “Keller-Gefühlen” mit sich bringen.

Zur Erleichterung des Einstiegs hier noch einmal die Defintion von “Keller-Gefühlen”:
„Keller-Gefühle“ sind nicht gelebte, nicht ausgedrückte Gefühle, die aus Ihrer Vergangenheit kommen. Sie wurden in Ihrem Keller abgelegt und warten nur darauf, wieder ans Licht zu kommen. „Keller-Gefühle“ haben mit der Gegenwart nichts zu tun. Sie tauchen zwar in der Gegenwart auf und beeinflussen meist massiv das aktuelle Geschehen, aber SIE verweilen nicht mehr in der Gegenwart. Sie sind innerlich in die Vergangenheit abgewandert, in Ihren Keller gestiegen, wo sich Ihre ungelebten, unbewältigten Gefühle aus der Vergangenheit angesammelt haben und nur darauf warten, aus ihrem Verlies, aus dem Keller aufzusteigen und sich Gehör bei Ihnen zu verschaffen.

Den kompletten ersten Beitrag zu diesem Thema mit Beispielen finden Sie hier: http://spiritueller-blog.myriam-tonga.de/gefuehle/emotionen-gefuehle-keller-gefuehle.html

Unterscheidung von „Keller-Gefühlen“ und wahren Gefühlen

Ein Unterscheidungskriterium wurde bereits in der o.g. Definition vorgestellt: „Keller-Gefühle“ kommen immer aus der Vergangenheit, wobei die Vergangenheit Jahre oder nur einen Tag zurückliegen kann.
Nachfolgend finden Sie weitere Kriterien, die Ihnen dabei helfen können, Ihre „Keller-Gefühle“ zu erkennen:

Welche Reaktionen löst das Lesen dieser Unterscheidungsmerkmale bei Ihnen aus?

Finden Sie Ihr Verhalten auch bei den beschriebenen „Keller-Gefühlen“ wieder?
Sind Ihnen „Keller-Gefühle“ vertraut?
Wenn ja, in welchen Situationen treten sie vermehrt auf?
Welche Verletzungen, Enttäuschungen sind bei Ihnen als „Keller-Gefühle“ abgespeichert und wollen von Ihnen beachtet und geheilt werden?

Wie reagieren Sie, wenn Ihre „Keller-Gefühle“ aufgetaucht sind?
Übernehmen Ihre „Keller-Gefühle“ die Regie und bestimmen das weitere Geschehen oder behalten Ihr Herz und Ihre Vernunft trotzdem die Oberhand und Sie erkennen, was gerade passiert?

Konsequenzen nicht erkannter „Keller-Gefühle“

Das Fatale an „Keller-Gefühlen“ ist, dass sie die Regie übernehmen, sobald der Schalter umgelegt und sie aktiviert wurden.

Es ist dann ein bisschen so, als ob die Weichen umgestellt wurden und der Zug automatisch in eine bestimmte Richtung – in Richtung Eskalation – fährt. Und solange die „Keller-Gefühle“ noch im Untergrund wirken und nicht geheilt sind, werden sie immer wieder auftauchen und Situationen vergiften.

Kennen Sie diesen Schalter bei sich auch?
In welche Richtung fährt Ihr Zug, nachdem der Schalter umgelegt wurde?
Haben Sie dann noch Handlungsfreiheit oder übernimmt Ihr Autopilot Ihre Steuerung?
Wie fühlt es sich an, wenn Ihr Autopilot die Kontrolle der Situation an sich gerissen hat?

Das Gift der „Keller-Gefühle“ besteht darin, dass unsere Reaktion, unser Verhalten in keinem Verhältnis zu der aktuellen Situation stehen. Wir schießen mit Kanonen auf Spatzen und bombardieren andere Menschen mit unseren Beschuldigungen und Vorwürfen.

Unsere „Keller-Gefühle“ sind wie ein Vulkan, dessen Magma in unserem Inneren wild brodelt und bei jeder Gelegenheit ausbricht. Die glühende Lava ergießt sich auf die Umstehenden und verletzt sie mehr oder weniger stark, je nachdem, wie heiß unsere Lava ist und inwieweit sich die Umstehenden schützen können.

Das Tragische an den „Keller-Gefühlen“ ist, dass wir sie über Menschen ergießen, die uns am nächsten stehen und am liebsten sind. Die Menschen, die wir am meisten lieben, verletzen wir am stärksten. Bei Menschen, die in unserem Leben eher eine Nebenrolle spielen, tauchen „Keller-Gefühle“ i. d. R. kaum oder gar nicht auf.

Hat Ihre Lava ein „bevorzugtes“ Ziel?
Wer muss unter Ihren „Keller-Gefühlen“ am meisten „leiden“?

„Keller-Gefühle“ sind für Beziehungen so gefährlich, weil sie bei jedem Auftauchen einen kleinen Kratzer in der Zuneigung, in der Liebe hinterlassen können. Und wenn Sie Ihre „Keller-Gefühle“ nicht als solche erkennen, stehen Sie vielleicht irgendwann vor den Scherben einer Beziehung und fragen sich, was passiert ist.

Wie fühlen Sie sich, wenn ein nahestehender Mensch seine „Keller-Gefühle“ an Ihnen auslässt?
Wie reagieren Sie dann?
Auf welche Beziehung sollten Sie vermehrt achten, damit Sie sie nicht mit „Keller-Gefühlen“ weiter „vergiften“?

Fortsetzung folgt …

Gefühle / “Keller-Gefühle”: Unterscheidung und Konsequenzen
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

Veröffentlicht unter Gefühle, Heilung & Wachstum | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Sonderaktion 3 für 2 für NeukundInnen!

Wünschen Sie sich mehr Kraft oder Heilung?
Möchten Sie sich mehr lieben und sich selbst leben?

Dann kann ich Sie bestens mit meiner Sonderaktion 3 für 2 für meine schamanischen Begleitung & Rituale unterstützen. Sie erhalten

3 Einzelsitzungen zum Preis von 2 bei einer Buchung bis 31. Mai 2015.

Der Gesamtpreis beträgt somit nur 240,– Euro.
Sie bekommen also 120,– Euro geschenkt!

Eine Sitzung dauert zwischen 1,5 und 2 Stunden.

Die einzelnen Termine können gerne auch nach dem 31. Mai 2015 stattfinden,
wichtig ist nur, dass die Buchung und Bezahlung bis dahin erfolgen.

Ihre
Myriam Tonga Götze

P.S. Von den Einzelsitzungen sind Aufstellungen und Extraktionen ausgeschlossen,
weil diese länger als 2 Stunden dauern.

Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit | 2 Kommentare

Steigerung Ihrer Selbstliebe – Teil 2

Hiermit möchte ich meinen Beitrag “Steigerung Ihrer Selbstliebe – Teil 1” fortsetzen und Ihnen weitere Möglichkeiten vorstellen, Ihre Selbstliebe zu steigern.

Erinnern Sie sich täglich an Ihren positiven Selbstwert!

Um Ihre Selbstliebe zu steigern, können Sie jedes Mal, wenn Sie in einen Spiegel blicken, zu sich selbst sagen:
- „Du bist ein wunderbarer Mensch.“
- „Du bist eine schöne Frau / ein toller Mann.“
- „Du bist liebenswert.“
- …

Wie wirken diese Sätze auf Sie?

Wenn es für Sie stimmiger ist, können Sie sich die Sätze auch in Ich-Form sagen, also „ich bin …“.

Wählen Sie genau die Formulierung, die für Sie am stimmigsten ist. Sie können sich auch beispielsweise etwas sagen, was Sie gerne von anderen Menschen hören würden. Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre „Liebenswertigkeit“ und Selbstliebe. Warten Sie nicht auf etwaige liebevolle Bemerkungen von anderen Menschen, um sich geliebt zu fühlen. Sagen Sie sich selbst, was Sie brauchen, sich wünschen oder Sie erfreuen würde.

Mit welchem Satz könnten Sie im Moment Ihre Selbstliebe steigern?
Wann und in welcher Form könnten Sie anfangen, sich selbst diesen Satz zu sagen?

Nehmen Sie sich selbst wichtig!

Wie wichtig nehmen Sie sich selbst?

Häufig nehmen wir andere Menschen wichtiger als uns selbst. Das äußert sich beispielsweise darin, dass wir uns selbst dann noch um andere Menschen kümmern, wenn es uns schon schlecht geht.

Kommt Ihnen das bekannt vor?
In welchen Situationen sind Sie in der Vergangenheit über Ihre Grenzen gegangen?
Wen nehmen Sie wann wichtiger als sich selbst?

Stattdessen sollten Sie künftig gesunde Grenzen setzen und darauf achten, dass Sie auch „zu Ihrem Recht kommen“ und dass es Ihnen gut geht. Wer sollte sich sonst um Ihr Wohlbefinden kümmern, wenn nicht Sie? Denken Sie immer daran, Sie sind selbst für Ihr Glück und Ihre Zufriedenheit verantwortlich.

Wie können Sie erreichen, dass Sie sich mindestens genauso wichtig nehmen, wie Ihre Mitmenschen?

Tun Sie sich etwas Gutes!

Arbeiten Sie nur oder leben Sie auch?

Ist Ihr Arbeits- und Privatleben in einer guten Balance?
Haben Sie genug Zeit für die schönen Dinge im Leben oder sind Sie „immer“ beschäftigt?

Wenn Sie die Wahl zwischen der Erledigung einer dringenden Aufgabe und Vergnügen haben, wofür entscheiden Sie sich?

Viele Menschen stellen ihre Arbeit an erste Stelle. Sie würden sich dementsprechend für die dringende Aufgabe entscheiden und selbst zurückstecken. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie an meine Beiträge zum Thema „Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter” erinnern!

Vielleicht mag es für Sie hilfreich sein, wenn Sie eine Mindeststundenzahl pro Woche festlegen, die Sie mit vergnüglichen Dingen verbringen möchten.

Was wäre für Sie die richtige Mindestzeitdauer pro Woche für Ihre persönliche Freude und Zufriedenheit?

Manch andere Menschen flüchten sich in die Arbeit, weil sie mit zu viel Freizeit überfordert sind. Viel freie Zeit kann sogar ein wenig beängstigend sein.

Kennen Sie das auch?
Wenn ja, was überfordert Sie? Ab wann fühlen Sie sich überfordert? Was beängstigt Sie?

Wie können Sie Ihre Überforderung, Ihre etwaige Angst bewältigen?
Wie könnten Sie Schritt für Schritt den Weg in eine erfüllende Freizeit beschreiten?

Werfen Sie nun den Blick auf die schönen Dinge in Ihrem Leben:

Wissen Sie, was Ihnen gut tut?

Was unternehmen Sie, um sich zum Beispiel nach anstrengender Arbeit zu belohnen?
Wie feiern Sie Ihre Erfolge?
Wie trösten Sie sich, wenn Sie traurig sind?
Was unternehmen Sie, wenn es Ihnen schlecht geht?
Was machen Sie, um wieder mehr bei sich anzukommen?
Wie tanken Sie neue Energie?

Was sind Ihre persönlichen Erfolgsrezepte für ein ausgeglichenes Leben, für Glück und Zufriedenheit?
Wie zeigen Sie sich Ihre Selbstliebe?

Schenken Sie sich Selbstliebe, indem Sie sich regelmäßig etwas Gutes tun. Gleichzeitig beweisen Sie sich auf diese Weise selbst, dass Sie sich wichtig nehmen. So schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Und denken Sie immer daran, Sie sind der wichtigste Mensch in Ihrem Leben!

Fortsetzung folgt …

Steigerung Ihrer Selbstliebe – Teil 2
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

Veröffentlicht unter Selbstliebe | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Steigerung Ihrer Selbstliebe – Teil 1

Hiermit möchte ich meinen Beitrag “Aus ganzem Herzen sich selbst lieben” fortsetzen und Ihnen Möglichkeiten vorstellen, Ihre Selbstliebe zu steigern.

Nehmen Sie sich liebevoll so an, wie Sie sind!

Sie können viel zu Ihrer Selbstliebe beitragen, indem Sie sich so annehmen, wie Sie sind. Wir haben alle unsere kleinen und vielleicht sogar größeren Schwächen. Und gerade deshalb ist es elementar, dass wir uns mit unseren Schwächen und Schattenseiten lieben.
Das bedeutet nicht, dass Ihnen Ihre Schwächen egal sein sollen und Sie nichts an ihnen verändern sollen. Aber häufig ist genau das Gegenteil der Fall: Wir richten unsere gesamte Aufmerksamkeit auf unsere Schwächen und Fehler und sehen unsere Stärken und „Liebenswertigkeit“ nicht mehr. So schwächen wir unsere Selbstliebe massiv.

Finden Sie sich in dieser Beschreibung wieder?

Gerne möchte ich Sie zu einem Blickwechsel einladen: Richten Sie künftig Ihren Fokus auf einen einfühlsamen und wohlwollenden Umgang mit sich selbst.

Sie können Ihre liebevolle Selbstannahme unterstützen, indem Sie beispielsweise:
- eine unangenehme Eigenschaft an sich nicht verbannen wollen, sondern sich lieber in den Arm nehmen und sich sagen „ich bin liebenswert“,
- zu einem Fehler stehen, ohne sich dafür zu bestrafen, sondern stattdessen zu überlegen, wie Sie es beim nächsten Mal besser machen können,
- negative Selbstgespräche wie „ich kann aber auch gar nichts“ durch positive Selbstgespräche wie „ich kann das, ich schaffe das“ ersetzen,
- Ihren inneren Kritiker bei jedem Auftauchen stoppen und Ihren Blick auf Ihre Erfolge und Stärken richten,
- …

In welchem Bereich Ihres Lebens könnten Sie noch ein bisschen mehr Selbstannahme vertragen?

Wie könnten Sie erreichen, dass Sie sich auf liebevolle Art mehr annehmen?

Meine Empfehlung: Stoppen Sie ab sofort jede Form der Selbstverletzung / Selbstbestrafung (u. a. negative Selbstgespräche, Schimpftiraden Ihres inneren Kritikers, Vernachlässigung Ihrer eigenen Bedürfnisse, lieblosen und verletzenden Umgang mit sich selbst) und ersetzen Sie sie dadurch, dass Sie sich selbst liebevoll in den Arm nehmen und sich selbst trösten, gut zureden, aufmuntern oder was immer Ihnen gerade wohl tut.

Welche Eigenschaften machen Sie liebenswert?

Was macht Sie liebenswert?
Wie viele Eigenschaften fallen Ihnen ad hoc ein, die Sie liebenswert machen?

Viele Menschen müssen bei dieser Frage erst einmal überlegen, bevor ihnen ein paar wenige Eigenschaften einfallen.

Wenn es Ihnen genauso geht, möchte ich Sie einladen, sich eine „30-Eigenschaften-Liste“ anzulegen. In dieser Liste tragen Sie nach und nach 30 Ihrer liebenswerten Charaktereigenschaften ein. Keine Sorge, Sie brauchen sie nicht in einem Rutsch zu erstellen. Beginnen Sie mit ein paar Punkten und legen Sie die Liste wieder zur Seite, wenn Ihnen für den Moment nichts mehr einfällt. Ergänzen Sie die Liste, wenn Sie sich weiterer liebenswerter Charaktereigenschaften bewusst geworden sind.

Lassen Sie sich bitte nicht entmutigen, wenn Ihnen zu Beginn nur wenig einfällt. Vielleicht können Sie FreundInnen und KollegInnen um ein positives Feedback bitten.

Sie werden vielleicht überrascht sein, wie schön es ist, eine solche ausgefüllte Liste zu haben und wie sich Ihr Gefühl für sich selbst dadurch zum Positiven wandelt. Und wenn Sie sich gerade einmal nicht sonderlich liebenswert fühlen, können Sie Ihre Liste zur Hand nehmen und schwarz auf weiß sehen, dass Sie es doch sind!

Klingt das nicht wunderschön?

Fortsetzung folgt …

Steigerung Ihrer Selbstliebe – Teil 1
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

Veröffentlicht unter Selbstliebe | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Steigerung Ihrer Präsenz – Teil 2

Hiermit möchte ich gerne das Thema “Präsentsein” fortführen und Ihnen weitere Wege aufzeigen, wie Sie Ihre Präsenz steigern können.

Erweitern Sie Ihr Gefäß!
Unser Körper ist ein Gefäß und kann nur so viel in sich aufnehmen, wie entsprechend unserer Gefäßgröße – und das ist völlig unabhängig von unserer pysischen Figur – in ihn hineinpasst, d.h. wieviel wir halten können.
Die Größe unseres Gefäßes ist vor allem davon abhängig, wie unsere Eltern und unsere Umwelt mit uns umgegangen sind, als wir noch Kinder waren.

Wie viel Lebendigkeit von uns konnten sie aushalten?
War es uns erlaubt, wütend, ängstlich, traurig aber auch lebenslustig, froh und laut zu sein und herumzuspringen?
Ab wann wurden wir ermahnt, still, brav, liebevoll und angepasst zu sein?

Je mehr wir in unserem Leben beim Ausdruck unserer Gefühle und Lebendigkeit begrenzt und eingeschränkt wurden, desto kleiner ist in der Regel unser Gefäß.
Wenn wir glauben, eine Situation nicht mehr aushalten zu können, weil uns die Gefühle wie Wut, Angst, Traurigkeit, Sorgen oder sogar Freude überwältigen, gehen wir aus der Präsenz.
Und ja, Sie haben richtig gelesen, für viele Menschen ist es besonders schwierig, Freude auszuhalten und dabei ganz präsent zu sein.
Dieses Weggehen aus der Präsenz kann zum Beispiel durch Arbeit, (exzessiven) Sport, Schlafen, Essen, Streiten, Wegreden, gedankliche Abschweifungen, Selbstzweifel, Kontrolle, Rauchen, Alkohol und andere Ablenkungen erfolgen. Damit entziehen wir uns dem aktuellen Geschehen. Das kann sehr subtil sein, aber es findet statt.

Was sind Ihre Ablenkungsmechanismen?
Wann und mit welchen Hilfsmitteln gehen Sie aus der Präsenz?

Die gute Nachricht ist, dass wir unser Gefäß – egal welche Größe es momentan hat – weiten können. Dies können Sie mithilfe einer Atemübung erreichen, zu der ich Sie einladen möchte.

Suchen Sie sich eine vertraute Person, die Sie während der Atemübung als BeisitzerIn begleitet und im Bedarfsfall unterstützt. Tasten Sie sich langsam an die Übung heran und seien Sie achtsam gegenüber den Veränderungen Ihres Körpers.
Es ist hilfreich, wenn Sie sich für die Atemübung hinlegen.
Atmen Sie möglichst viel Luft durch den Mund in Ihren Brustkorb ein. Atmen Sie nur wenig wieder aus. Atmen Sie anschließend wieder möglichst viel Luft durch den Mund in Ihren Brustkorb ein und nur wenig wieder aus. Und so weiter.
Machen Sie zu Beginn maximal 10 Atemzüge. Mit mehr Erfahrung können Sie mit einer kurzen Pause dazwischen zweimal 10 Atemzüge machen.
Achten Sie bei der Atemübung darauf, ob Sie im Kopf weiterhin ganz klar bleiben. Wenn Sie merken, dass es Sie „wegbeamt“, dass sie nicht mehr vollkommen präsent sein können, hören Sie mit der Atemübung auf. Sie können Ihre Präsenz z.B. daran erkennen, dass Sie während der gesamten Atemübung Blickkontakt mit Ihrer / Ihrem PartnerIn halten. Wenn Ihnen der Blickkontakt schwer(er) fällt oder Sie Ihre/n PartnerIn eher verschwommen sehen, ist das ein Hinweis dafür, dass es Sie gerade “wegbeamt” und Sie aus der Präsenz gehen.
Das wird Ihnen zu Beginn dieser Übung vermutlich häufiger passieren. Nach einer kurzen Pause können Sie, wenn Sie mögen, mit der Übung fortfahren.
Es kann auch passieren, dass Teile Ihres Körpers zu kribbeln anfangen. Das ist nicht schlimm und bei dieser Übung auch völlig normal. Es ist ein Hinweis dafür, dass Sie an die Grenzen Ihres Gefäßes gestoßen sind. Wenn Sie die Atemübungen die ersten Male machen, sollten Sie die Übung an dieser Stelle beenden.
Später, mit mehr Erfahrung und nachdem Sie sich mit Ihren etwaigen Körperempfindungen während der Atemübung vertraut gemacht haben, können Sie trotz Kribbeln mit Ihrer Atemübung langsam fortfahren. Seien Sie in diesem Fall besonders achtsam und gehen Sie nur so weit, wie es sich für Sie gut anfühlt. Achten Sie auch darauf, dass Sie nur so lange die Atemübung fortführen, solange Sie im Kopf ganz klar und präsent sind.
Wenn Sie die Übung regelmäßig machen, werden Sie feststellen, dass Sie mehr Energie, mehr Gefühle halten können, also z. B. mehr Freude, mehr Traurigkeit etc. „aushalten“ und trotzdem dabei präsent sein können.

Vertrauen Sie!
Das ist einfacher gesagt als getan.
Nichtsdestotrotz ist Vertrauen ein wichtiger Punkt für das Präsentsein.
Wenn wir mit unseren Ängsten und Sorgen beschäftigt sind, sind wir mehr in der Zukunft oder in der Vergangenheit als im Hier und Jetzt.
Wenn wir vertrauen und uns dem Fluss des Lebens hingeben können, ist es viel leichter, präsent und im Hier und Jetzt zu sein.
Deshalb möchte ich Sie ermutigen, sich so oft wie möglich dem Fluss des Lebens hinzugeben und darauf zu vertrauen, dass Sie getragen werden.

Machen Sie eine schamanische Baumzeremonie!
Sie können auch eine schamanische Baumzeremonie machen und einen Baum fragen, wie Sie Ihre Präsenz steigern können. Eine Anleitung zu einer Baumzeremonie finden Sie in meinem Artikel “Schamanische Baumzeremonie” unter “Schamanische Zeremonien”: http://spiritueller-blog.myriam-tonga.de/schamanische-zeremonien/schamanische-baumzeremonie.html

Tanzen Sie Contact Improvisation!
Zum Abschluss möchte ich Ihnen einen vielleicht ungewöhnlichen Vorschlag zur Steigerung Ihrer Präsenz vorstellen: Contact Improvisations-Tanzen.
Contact Improvisation können Sie mit einer / einem gegen- oder auch mit einer / einem gleichgeschlechtlichen PartnerIn tanzen. Es ist auch mit mehreren Menschen gleichzeitig möglich.
Hierbei geht es darum, bei sich zu bleiben und gleichzeitig mit dem anderen im Kontakt zu sein. Dafür ist es elementar, dass Sie Ihre eigenen Bewegungsimpulse erspüren und diese in Ihrem Tanz ausdrücken. Manchmal wird Ihr/e TanzpartnerIn Ihren Impulsen folgen, wenn es auch gerade für sie / ihn stimmig ist und manchmal wird die Bewegung, die Sie begonnen haben, von Ihrer / Ihrem PartnerIn anders weitergeführt. Es findet also ein ständiger Wechsel von führen und geführt werden statt.
Somit verbinden Sie Ihre innere Achtsamkeit mit offener Zuwendung zu einer anderen Person. Sie sind gleichzeitig im Kontakt mit sich selbst und mit einem anderen Menschen.
Das ist Präsenz pur!

Nun verabschiede ich mich in die Sommerpause und wünsche Ihnen ganz viel Freude dabei, im Hier und Jetzt zu leben, ganz präsent zu sein und den Moment zu genießen.

Steigerung Ihrer Präsenz – Teil 2
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

Veröffentlicht unter Präsentsein | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Steigerung Ihrer Präsenz

Hiermit möchte ich gerne das Thema “Präsentsein” fortführen.

Beginnen möchte ich damit, Ihnen die Vorteile vom Präsentsein vorzustellen, um Ihnen danach Wege aufzuzeigen, wie Sie Ihre Präsenz steigern können.

Ihre Vorteile vom Präsentsein
Wenn wir ganz präsent sind, steht uns unsere gesamte Energie zur Verfügung, weil wir mit unserer ganzen Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt sind. Wir sind gelassener, weil wir im jeweiligen Augenblick leben. Das Gestern und Morgen spielt keine bzw. eine untergeordnete Rolle. Wir werden nicht mehr gelebt, wir leben!

Wenn wir präsent sind, nehmen wir unsere Scheuklappen ab und machen uns weit.
Wir können viel mehr von unserer Umgebung wahrnehmen.
Dazu kommt, dass wir uns nur selbst wahrnehmen, unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse spüren können, wenn wir präsent sind. Das ist die elementare Grundlage für echten Kontakt. Für echten Kontakt mit anderen Menschen müssen wir zuerst mit uns selbst im Kontakt sein. Nur wenn wir uns selbst wahrnehmen und bei uns bleiben, können wir uns anderen Menschen wirklich zuwenden. Wirkliche Zuwendung zu unserer / unserem GesprächspartnerIn sind wichtige Voraussetzungen für jede erfolgreiche Kommunikation und damit für eine tragfähige Beziehung.
Wenn wir es schaffen, präsent zu sein, können wir die Schönheit in jedem einzigartigen Augenblick entdecken, welcher uns jetzt gegeben ist.

Klingt das auch für Sie erstrebenswert?
Welche Vorteile hat es für Sie, wenn Sie präsent sind?
Welche Vorteile bietet Präsentsein im Kontakt mit anderen Menschen für Sie?

Steigerung Ihrer Präsenz

Widmen Sie Ihre aktuelle Tätigkeit!
Das schamanische Widmen ist eine wirkungsvolle Art, im Hier und jetzt zu sein. Hierbei widmen Sie Ihre aktuelle Tätigkeit einem guten Zweck, z.B. den Kindern. Auf diese Weise erleben Sie Ihre Tätigkeit sehr viel bewusster.

Bleiben Sie bei sich!
Wir gehen in schwierigen Situationen oft in Gedanken von uns weg. Wir sind gedanklich bei der / dem Vorgesetzten, Kollegin / Kollegen, PartnerIn oder FreundIn. Wir malen uns aus, wie sie / er wohl unser Verhalten aufnimmt und bewertet. Damit verlieren wir uns, wir lassen uns selbst stehen und sind nicht mehr im Hier und Jetzt.
Wenn Sie also bemerken, dass Sie mit Ihren Gedanken bei einem anderen Menschen sind und sich darüber den Kopf zerbrechen, was dieser wohl denkt, fühlt und macht, konzentrieren Sie sich bewusst wieder auf sich selbst und spüren und befriedigen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse. Sie können sich das so vorstellen, als ob Sie Ihre Seele wieder zu sich zurückrufen, wenn sie auf Abwegen ist. Ihre Seele gehört zu Ihnen und nur zu Ihnen.

Halten Sie inne und nehmen Sie bewusst wahr!
Sie können Ihre Präsenz mit einer kleinen Übung effektiv steigern.
Halten Sie mehrfach (20 – 30 Mal) am Tag für 20 – 30 Sekunden inne und nehmen Sie bewusst wahr, womit Sie gerade beschäftigt sind. Sie brauchen es nicht zu beurteilen oder es zu verändern, nur neutral wahrnehmen. Vermutlich werden Sie feststellen, dass Sie zu Beginn dieser Übung schon nach einigen Sekunden nicht mehr ganz präsent sind und mit Ihren Gedanken abschweifen. Alles ist im grünen Bereich, einfach weiterüben.

Konzentrieren Sie sich auf den Moment!
Versuchen Sie, sich immer auf den Moment zu konzentrieren. Wenn Ihre Gedanken abschweifen, sagen Sie innerlich oder laut Stopp zu sich selbst und kehren Sie bewusst zu sich selbst bzw. zu Ihrer / Ihrem GesprächspartnerIn zurück. Und beim nächsten Abschweifen stoppen Sie sich wieder.
Wenn Sie merken, dass Sie mehrere Dinge gleichzeitig tun (beispielsweise beim Essen fernsehen), konzentrieren Sie sich nur auf eine Handlung und beenden Sie alle andere Aktivitäten. Weg vom Multitasking und zurück zum Singletasking.
Seien Sie liebevoll mit sich selbst, wenn es nicht gleich beim ersten Mal klappt. Die eingeschliffenen Muster brauchen Zeit, bis sie sich auflösen können.
Sie wissen ja, Übung macht die / den MeisterIn!

Genießen Sie bewusst!
Nehmen Sie sich beim nächsten Essen oder beim nächsten Glas Wein doch einmal Zeit, mit all Ihren Sinnen zu schmecken und zu riechen.

Inwieweit sieht das Gericht / Getränk ansprechend aus?
Welche Zutaten, Gewürze schmecken Sie?
Wie schmeckt es Ihnen?
Was riechen Sie?
Welche Gefühle verbinden Sie damit?

Auch mit dieser kleinen sinnlichen Übung können Sie Ihre Präsenz steigern.
Guten Appetit und auf Ihr Wohl!

Kommen Sie in Ihren Körper und atmen Sie bewusst!
Nichts holt uns schneller in die Gegenwart als unser Körper.
Hier wären zum Beispiel eigene, einfache Körperberührungen sehr wirkungsvoll. Sie können kurz Ihren Nacken, Ihre Stirn, Ihre Hände oder Ihre Arme massieren.
Daneben ist auch bewusstes Atmen zielführend. Dafür reicht es oft schon, dass Sie für ein paar Momente innehalten und bewusst tief ein- und ausatmen.

Fortsetzung mit weiteren Möglichkeiten zur Steigerung der Präsenz folgt…

Steigerung Ihrer Präsenz
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

Veröffentlicht unter Präsentsein | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Nehmen Sie Ihr inneres Kind an

Hiermit möchte ich die Reihe “Das innere Kind”
“Verletzungungen & Überlebensstrategien”,
“Auswirkungen des verletzten inneren Kindes im Erwachsenenalter” sowie
“Lernen Sie Ihr inneres Kind kennen”
fortsetzen.

Nachdem Sie Ihr inneres Kind kennengelernt haben, geht es nun darum, es anzunehmen, zu lieben, seine Ängste gemeinsam zu bewältigen, seine Bedürfnisse wahrzunehmen und auf gesunde Weise zu sättigen. Dabei können Sie u.a. die nachfolgenden Handlungsweisen hilfreich unterstützen:

Gemeinsam Zeit verbringen
Wenn Sie durch den Kontakt mit Ihrem inneren Kind wissen, was dieses gerne mag und wie es gerne seine Zeit verbringt, so können Sie sich für „Kindertreffen“ verabreden und z.B. einen Kinderfilm anschauen, ein Kinderbuch lesen, sein Lieblingsgericht kochen, ins Spaßbad gehen, Schlittschuh fahren, reiten, in den Zirkus gehen oder etwas spielen.
Meldet sich schon Ihr inneres Kind?
Was würde Ihr inneres Kind am liebsten machen?
Auf diese Weise zeigen Sie Ihrem inneren Kind, dass es und seine Bedürfnisse wichtig für Sie sind und dass es einen guten Platz in Ihrem Leben hat.

Liebevolle innere Dialoge führen
In Situationen, die wir nicht so gemeistert haben, wie wir es uns vorgestellt hatten, betritt oft unser innerer Kritiker die innere Bühne und macht uns mit mehr oder weniger vernichtenden Kommentaren das Leben schwer. Die Folge ist, dass wir uns verurteilen und uns noch schlechter fühlen. Unser inneres Kind fühlt sich als Versager, falsch und wertlos.
Stoppen bzw. reduzieren Sie die verletzenden Kommentare Ihres inneren Kritikers drastisch. Sagen Sie stattdessen lieber zu Ihrem inneren Kind, dass es in Ordnung ist, wenn einmal etwas nicht so gut klappt, dass es beim nächsten Mal bestimmt besser wird und dass Sie es trotzdem lieb haben. Seien Sie generell liebevoll mit sich und Ihrem inneren Kind. Dadurch definieren Sie Ihr eigenes Selbstbild und Ihren Selbstwert positiv. Und wenn Sie liebevoll mit Ihrem inneren Kind umgehen, können dessen Wunden heilen.

Alle Gefühle zulassen
Erlauben Sie Ihrem inneren Kind alle Gefühle, auch die „unangenehmen“, wie Kummer, Angst, Scham, Wut, Enttäuschung, Trauer, Einsamkeit, Leere, Verstörtheit und Panik. Nehmen Sie Ihr inneres Kind in solchen Momenten einfach innerlich in den Arm, so wie Sie es mit einem Kind aus Fleisch und Blut machen würden. Streicheln Sie ihm über den Kopf, wiegen Sie es, seien Sie einfach da, damit Ihr inneres Kind beschützt die Gefühle erleben und verarbeiten kann. Denn auch die vermeintlich unangenehmen Gefühle gehören zur Ganzheit eines Menschen. Sprechen Sie mit Ihrem inneren Kind und erfragen Sie liebevoll die Quelle seines Schmerzes etc., um danach Abhilfe bzw. Linderung schaffen zu können.

Schmerzliche Glaubensmuster aufdecken und ersetzen
Falsche Glaubensmuster – wie z.B. „Ich bin nicht liebenswert“ – verursachen einen großen Teil des Schmerzes unseres inneren Kindes. Wenn Sie sich selbst und Ihrem Kind glauben machen können, dass Sie und Ihr inneres Kind sehr wohl liebenswert sind, können alte Wunden heilen.
Dazu können Sie Ihrem inneren Kind heute die Zusicherungen geben, die es in der Kindheit am meisten benötigt hätte. Dies machen Sie am besten so lange, bis Sie das Gefühl haben, Ihr inneres Kind hat die Zusicherung gefühlsmäßig aufgenommen und ist „gesättigt“.

Nachfolgend finden Sie eine kleine Auswahl an Zusicherungen:
• „Ich bin so froh, dass Du hier bist.“
• „Ich liebe Dich so, wie Du bist.“
• „Was auch geschehen wird, ich bin immer für Dich da.“
• „All Deine Gefühle sind völlig in Ordnung. Es ist ok, wenn Du … bist.“
• „Du darfst eine andere Meinung haben und anders sein als andere.“
• „Du bist nicht für Deine Eltern / die Gefühle Deiner Eltern verantwortlich.“
• „Es ist in Ordnung, wenn Du an Dich denkst.“
• „Du kannst Deinem eigenen Urteil trauen.“
• „Du hast es verdient, das zu bekommen, was Du Dir gewünscht hast.“
• „Du kannst Deinen Gefühlen vertrauen.“
• „Du musst Dir meine Liebe nicht verdienen, ich liebe Dich einfach nur, weil Du da bist.“
• …

Fallen Ihnen noch weitere Bestätigungen ein?
Welche Zusicherungen bräuchte Ihr inneres Kind am dringendsten?
Können Sie sich vorstellen, Ihrem inneren Kind die gewünschten Bestätigungen selbst zu geben?

Wenn Sie Unterstützung bei der Heilung Ihres verletzten inneren Kindes wünschen, so können Sie an meinem Seminar “Ihr inneres Kind heilen” (nächster Termin: 05.-06.04.2014) oder zur Einzelsitzung kommen und z.B. eine Rekreation machen. Eine Rekreation ist eine Möglichkeit, um Wunden aus der Vergangenheit, die in der Gegenwart noch immer wirken, zu heilen. Dazu wird das eingesetzt, was Ihnen damals gefehlt hat. So schließen Sie mit Ihrer Vergangenheit Frieden.

Meine CD “Reise zum inneren Kind – Dein inneres Kind lieben” finden Sie unter Myriam Tonga Götze: Eigene CDs

Zum Abschluss wünschen ich Ihnen eine liebevolle Verbindung sowie einen intensiven Kontakt mit Ihrem inneren Kind.

Nehmen Sie Ihr inneres Kind an
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

Veröffentlicht unter Heilung & Wachstum, Ihr inneres Kind heilen | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Wege aus der inneren Dunkelheit – Teil 2

Hiermit möchte ich meinen Beitrag “Wege aus der inneren Dunkelheit – Teil 1″ fortsetzen und Ihnen weitere mögliche Wege vorstellen, wie Sie aus Ihrer inneren Dunkelheit raus kommen können:

Entkräften Sie Ihre negativen Gedanken!
Wenn unsere innere Dunkelheit von uns Besitz ergriffen hat, sind unsere Gedanken eher düster, pessimistisch und deprimierend. Wir färben die Wirklichkeit mit dem dunkelsten Schwarz.

Aber bedenken Sie: Ihre Gedanken über die Wirklichkeit sind nicht die Wirklichkeit!

Sie können Ihre negativen Gedanken wie folgt entkräften:
• Setzen Sie einen „Gedankenstopp“.
Sagen Sie willentlich Stopp zu Ihren negativen Gedanken. Beispielsweise könnten Sie sagen: „Stopp, dieser Gedanke ist nicht hilfreich. Ich mache mich damit nur selbst fertig und ich höre jetzt auf, darüber nachzudenken.“
Setzen Sie solange einen Gedankenstopp, bis Ihr Gehirn umgelernt hat und aufhört, die belastenden Gedanken zu denken.
• Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf etwas Schönes.
Beispielsweise auf Ihren nächsten Urlaub, auf das letzte nette Treffen mit FreundInnen, auf eine schöne Blume.
• Steuern Sie bewusst mit positiven Gedanken, Affirmationen und Weisheiten entgegen.
Z. B. mit einer Weisheit von Johann Wolfgang von Goethe: „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“
• Listen Sie Ihre Stärken, Fähigkeiten und Erfolge auf, wenn Ihnen Ihr innerer Kritiker weißmachen möchte, dass Sie nichts können und scheitern werden.
• Machen Sie aus einem „Aber“ ein „Und“.
Lassen Sie sich nicht beeinflussen, wenn sich Ihr innerer Schweinehund meldet und sagt, dass Sie viel zu müde für die geplante Aktivität sind oder dass sie viel zu anstrengend sei. Machen Sie es trotzdem. Sie können auch aktiv sein, wenn Sie keine Lust haben oder wenn es anstrengend ist.
So können Sie sich beispielsweise sagen:
„Ich habe keine Lust und ich gehe joggen.“
„Ich bin müde und treffe mich mit FreundInnen.“
• Fragen Sie sich, ob Ihre Gedanken nützlich sind.
Fragen Sie sich weniger, ob Ihre Gedanken wahr sind, fragen Sie sich stattdessen, ob Ihre Gedanken für Sie nützlich bzw. stärkend sind. Und wenn Sie die Frage verneinen müssen, so unterbrechen Sie den Gedanken mit einer der oben aufgeführten Möglichkeiten.
• Wechseln Sie die Perspektive.
Versetzen Sie sich in eine andere Person und überlegen Sie sich, was diese in Ihrer Situation denken würde und wie sie sich in Ihrer Situation verhalten würde.

Welche der beschriebenen Varianten sagt Ihnen am ehesten zu?
Welches belastende Gedankenkarussell würden Sie gerne stoppen?

Und machen Sie sich immer bewusst:
Sie haben Gedanken. Sie sind nicht Ihre Gedanken!

Entwickeln Sie Dankbarkeit!
Wenn wir in unserer inneren Dunkelheit gefangen sind, ist – wie schon oben beschrieben – alles düster, schlecht und vielleicht sogar furchtbar. In so einer Phase fällt es uns schwer, das Positive in unserem Leben wahrzunehmen und uns daran zu erfreuen. Ich möchte sogar noch einen Schritt weitergehen und Sie dazu einladen, für die kleinen, schönen Dinge in Ihrem Leben dankbar zu sein. Und durch Dankbarkeit verändert sich Ihre Sicht auf die Welt in positiver Weise.

Mit den folgenden kleinen Ritualen können Sie Ihre Dankbarkeit entwickeln oder verstärken:
• Führen Sie ein Dankbarkeits- und Freudetagebuch.
Nehmen Sie sich abends ca. fünf Minuten Zeit, um sich an die schönen Momente Ihres Tages zu erinnern, für die Sie dankbar sind oder an denen Sie sich erfreut haben. Achten Sie dabei auch auf kleine Begebenheiten, wie z. B. ein Lächeln von einer Kollegin.
• Erstellen Sie Ihre große Dankbarkeitsliste.
Notieren Sie alles, wofür Sie in Ihrem Leben dankbar sind. Hängen Sie Ihre Liste auf und schauen Sie sie hin und wieder einmal an. Bei Bedarf können Sie Ihre Liste jederzeit ergänzen.
• Fünf-Finger-Ritual im Bett.
Überlegen Sie sich vor dem Aufstehen, also noch im Bett, wofür Sie dankbar sind. Z. B. Sie haben gut geschlafen, Sie sind gesund, Sie hatten einen schönen Traum, Sie sind schmerzfrei, Ihr/e PartnerIn liegt neben Ihnen, die Sonne scheint.
Versuchen Sie hierbei, fünf Aspekte zu finden, für die Sie dankbar sind. Natürlich können es gerne auch mehr sein.

Wofür sind Sie in Ihrem Leben dankbar?
In welchen Bereichen hat Ihre Dankbarkeit noch Entwicklungspotenzial?

Leben Sie im Hier und Jetzt!
In der Phase der inneren Dunkelheit sind wir zu sehr nach innen gerichtet. Wir leben dann meist in unserer Vergangenheit oder in unserer Zukunft. Entweder hängen wir an etwas in unserer Vergangenheit, was schmerzhaft war oder wir machen uns Sorgen um unsere Zukunft. Beides lähmt uns.

Kennen Sie das auch von sich?
Was hält Sie davon ab, den Augenblick zu genießen und in der Gegenwart zu leben?

In der Phase der inneren Dunkelheit ist es besonders wichtig, wieder ins Hier und Jetzt zurückzukommen und dort – so lange wie möglich – zu verweilen. So kommen wir von unserer destruktiven Innenorientierung wieder nach außen in die Gegenwart.

Folgende Übungen können Sie hierbei unterstützen:
• Tun Sie alles, was Sie tun, bewusst.
Vermutlich klappt das nicht 16 Stunden am Tag. Aber Sie könnten sich einmal eine Zeitspanne herausnehmen und in dieser Zeit bewusst essen, laufen, arbeiten oder was immer Sie dann gerade tun.
Wichtig ist hierbei: Nehmen Sie einfach nur bewusst wahr, ohne etwas, sich selbst oder jemanden anderen zu bewerten.
• Halten Sie einen Moment inne und fragen Sie sich, was Sie gerade hören, sehen, fühlen, riechen und schmecken.
• Laufen Sie durch Ihre Stadt und betrachten Sie sie so, als ob Sie sie zum ersten Mal sehen würden.
Gehen Sie mit offenen und neugierigen Augen durch die Welt.
• Schließen Sie Frieden.
Erlauben Sie all Ihren Gedanken und Gefühlen, anwesend zu sein. Halten Sie nichts fest, verdrängen Sie nichts. Nehmen Sie „einfach“ das an, was da ist. Wenn wir im Frieden sind, passt alles. Dann sind wir auf der sonnigen Seite unseres Lebens, auch wenn dort die eine oder andere Situation Schatten wirft.

Was möchten Sie unternehmen, damit Sie stärker im Hier und Jetzt leben können?

Suchen Sie sich Unterstützung!
Wenn Sie merken, dass Sie alleine aus Ihrer inneren Dunkelheit nicht herauskommen können, ist es wichtig, sich von außen Unterstützung zu suchen, beispielsweise bei einem Coach, Therapeuten oder Arzt.
Und meines Erachtens ist es besser, sich eher früher als später Unterstützung zu suchen, denn „gemeinsam“ geht es häufig leichter und desto schneller sind Sie wieder auf der sonnigen Seite Ihres Lebens.

Welche weiteren Möglichkeiten fallen Ihnen noch ein, aus der inneren Dunkelheit heraus kommen zu können?

Ich habe die möglichen Wege aus der inneren Dunkelheit (Teil 1) mit der bewussten Entscheidung begonnen und genau so möchte ich diesen Newsletter beenden.
Mit einem Zitat des Dalai Lama:
„Schmerz ist unvermeidbar, doch Leiden ist eine Entscheidung.“

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass wir uns – trotz schwieriger Momente und Situationen – für unsere Freude, unseren Optimismus und die sonnige Seite unseres Lebens entscheiden.

Wege aus der inneren Dunkelheit – Teil 2
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

Veröffentlicht unter Das Leben, Heilung & Wachstum | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Wege aus der inneren Dunkelheit – Teil 1

In der dunklen Jahreszeit sind viele Menschen nach innen gekehrt und leben auf diese Weise im Einklang mit der Natur. Es ist die Zeit der inneren Einkehr und Besinnung.

Die Tage sind kürzer und dunkler. Häufig gehen wir morgens noch im Dunklen aus dem Haus und wenn wir abends von der Arbeit wieder zurückkommen, ist es bereits wieder dunkel. Diese kurzen Tage und die wenigen Sonnenstrahlen können uns leicht aufs Gemüt schlagen und in eine eher düstere Stimmung versetzen. Dann befinden wir uns nicht mehr in einer inneren Einkehr sondern in einer inneren Dunkelheit, die uns nicht mehr wohltut.

Dieser Beitrag handelt deshalb davon, was Sie selbst dazu beitragen können, wenn Sie in eine Art innere Dunkelheit, eine depressive Verstimmung, gefallen sind.

Wie ergeht es Ihnen im Winter, in der dunklen Jahreszeit?
Worin unterscheiden sich Ihre Stimmung, Ihre Gefühlslage, Ihre Aktivitäten, Ihr gesamtes Leben im Vergleich zu den anderen – helleren – Jahreszeiten?

Auswirkungen der inneren Dunkelheit

Eine innere Dunkelheit kann sich beispielsweise in Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit, Trostlosigkeit, Langeweile, Leere, Einsamkeit und Müdigkeit äußern. Das kann wiederum dazu führen, dass unsere sozialen Kontakte zurückgehen und wir einen Mangel an ausgleichenden Aktivitäten haben. Häufig besteht dann unser Leben nur noch aus Arbeit. Alles andere findet keinen Platz mehr. Dies wiederum könnte unsere Einsamkeit, Trostlosigkeit und die allgemeine Tristesse verstärken. Somit kann die innere Dunkelheit zu einer Abwärtsspirale führen.

Kennen Sie das auch von sich?
Wie äußert sich die innere Dunkelheit bei Ihnen?
Wie schaffen Sie es, aus diesem Kreislauf auszusteigen?

Im nächsten Abschnitt möchte ich Ihnen ein paar Möglichkeiten hierzu vorstellen.

Mögliche Wege aus Ihrer inneren Dunkelheit

Wenn die innere Dunkelheit von uns Besitz ergriffen hat, sehen wir unser Leben und die Welt meist in einem negativen Licht. Alles ist grau und trist. Deshalb geht es meines Erachtens bei den Wegen aus der inneren Dunkelheit vor allem darum, einen positiven Gegenpol zu schaffen, wieder Freude ins eigene Leben zu bringen, die Welt wieder in einem strahlenderen, positiveren Licht zu sehen.

Treffen Sie eine bewusste Entscheidung!
Entscheiden Sie sich bewusst dafür, aus Ihrer inneren Dunkelheit herauskommen zu wollen. Machen Sie sich auf etwaige Hindernisse gefasst, aber lassen Sie sich davon nicht beirren, sondern bleiben Sie beharrlich auf Ihrem Weg. Sie entscheiden sich so wieder für Ihr Leben.

Wie könnte Ihre Entscheidung aussehen?
Wer könnte Sie bei Ihrer Umsetzung und Ihrer Zielerreichung unterstützen?

Identifizieren Sie Belastungen!
Prüfen Sie, ob und welche Belastungen die Ursache für Ihre innere Dunkelheit sind.
Danach können Sie schauen, was Sie in Ihrem Leben verändern möchten. Sollte eine Veränderung in nächster Zeit völlig ausgeschlossen sein, können Sie daran arbeiten, wie Sie das vorerst Unveränderliche vorübergehend akzeptieren können. Hierbei sollten Sie sich bei Bedarf Unterstützung von außen suchen.

Was möchten Sie gerne in Ihrem Leben verändern?
Was könnten Sie einstweilen annehmen, womit könnten Sie Frieden schließen, weil es derzeit nicht veränderbar ist?

Stellen Sie sich stärkende Fragen!
Wenn wir von einer inneren Dunkelheit umgeben sind, ist unser Blick von Dunkelheit getrübt. Wir „vergessen“, was uns Spaß macht und Freude bereitet und vernachlässigen es dementsprechend. Richten Sie Ihren Blick (wieder) auf das Schöne in Ihrem Leben.

• Was macht Ihnen wirklich Freude?
• Was hat Ihnen früher einmal viel Freude bereitet?
• Was könnten Sie sich vorstellen, dass es Ihnen Freude macht, auch wenn Sie es noch nie ausprobiert haben?

Ich lade Sie ein, zu jeder dieser Fragen mindestens zehn Punkte zu notieren. Sollte es nicht auf einen Rutsch klappen, können Sie die Beschäftigungen auch in Etappen sammeln.
Hierbei ist es wichtig, dass Sie sich die Punkte schriftlich notieren. So können Sie immer nachlesen, wenn wieder einmal eine innere Dunkelheit anrollt und Ihnen „entfallen“ sein sollte, was Ihnen Freude bereitet.

Steigern Sie (wieder) Ihre wohltuenden Aktivitäten!
Nun geht es darum, die Aktivitäten auch umzusetzen:
• Sofern Sie es noch nicht gemacht haben: Sammeln Sie Aktivitäten, die Ihnen Freude machen.
• Wählen Sie eine bis zwei Aktivitäten aus, die Sie in der nächsten Woche umsetzen wollen.
Dies ist insbesondere dann elementar, wenn Sie sich gerade in einer Phase des „permanenten Arbeitens“ befinden.
• Erstellen Sie einen konkreten Plan: Was machen Sie wann, wo und mit wem?
Wenn Sie die ausgewählte Aktivität alleine betreiben, tragen Sie die Verabredung mit sich selbst auch in Ihren Kalender ein.
• Überlegen Sie sich, wer Sie dabei unterstützen kann.
Jemand, der Sie erinnert.
Jemand, der Sie motiviert.
Oder jemand, den Sie anrufen können, beispielsweise wenn Ihr Schweinehund zuschlägt und Sie von Ihrer Aktivität unbedingt abhalten will.
• Führen Sie Ihre Aktivität durch.
• Freuen Sie sich, dass Sie es geschafft haben und aktiv waren, auch wenn es vielleicht zu Beginn noch nicht ganz so geklappt hat, wie Sie es sich vorgestellt haben.
• Überlegen und planen Sie weitere Aktivitäten, die Ihnen wohltun.

Was wäre Ihre Aktivität, die Sie in der kommenden Woche umsetzen könnten?
Mit welchen Attacken Ihres Schweinhundes rechnen Sie hierbei?
Wer kann Ihnen bei Ihrer Umsetzung zur Seite stehen?

Fortsetzung folgt …

Wege aus der inneren Dunkelheit – Teil 1
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

Veröffentlicht unter Das Leben, Heilung & Wachstum | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch

Ich wünsche Euch frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

Möget Ihr 2014
lachen, tanzen, singen
und Euer Herz vor Freude springen.
Liebe Menschen sollen Euch begleiten
und das Glück an Eurer Seite reiten.
Möge das Jahr Euch reich beschenken
und auf Eurem Weg Euch lenken.

Herzlichst
Tonga

Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar