Rad der Sexualität – Teil 1

Im Schamanismus wird das Wissen auf Räder gelegt. Das bedeutet, dass die verschiedenen Aspekte eines Bereichs den dazugehörigen Himmelsrichtungen zugeordnet werden, wobei auch das Zentrum einbezogen wird.

Zur besseren Verständlichkeit möchte ich kurz einige Bereiche / Räder nennen:
- die Sonnenstände
- die Jahreszeiten
- die Elelemente
- die Aspekte des Menschseins
- die menschlichen Reaktionen
- die Welten von Großmutter Erde

In diesem Artikel geht es um das Rad der Sexualität.

Der Osten

Im Osten sind das Feuer und die Verbindung zur spirituellen Dimension der Sexualität. Im Osten geht es auch um unser Selbstwachstum und unsere Entwicklung. Aus schamanischer Sicht bedeutet dies, dass wir uns ständig erweitern, in dem wir als Bestimmer handeln.

Die Balance im Osten zeigt sich:
- indem wir an etwas Größeres angebunden sind
- indem wir unsere Sexualität spirituell erfahren
- im Erleben von Leidenschaft
- im Erleben von magische Momenten
- indem unsere innere Flamme brennt

Eine Disbalance bzw. eine Blockade im Osten kann sich in folgenden Verhaltensweisen zeigen:
- wir wollen Sex zur Bestätigung
- wir sind sexsüchtig
- wir sind gute Techniker beim Sex, weil wir die Kontrolle behalten wollen
- wir haben Angst, zu versagen
- wir haben Probleme, unser Herz zu öffnen
- wir haben aber Angst vor Nähe, weil wir sie nicht annehmen können
- uns fehlt die Anbindung an etwas Größeres
- wir kennen unsere Vision nicht bzw. folgen ihr nicht
- wir fühlen uns ohne Hoffnung
- wir machen uns kleiner als wir sind und zeigen das eigene Strahlen nicht
- wir empfinden keine Begeisterung
- wir fühlen uns geschmeichelt, wenn jemand an uns Interesse zeigt

Der Süden

Im Süden ist das Element Wasser und damit auch die Fähigkeit, zu fließen. Hier sind auch die Gefühle und Emotionen angesiedelt.

Um mit unseren Gefühlen in Balance zu sein, müssen wir mit unseren Gefühlen gehen. D.h. wir nehmen unsere Gefühle wahr und drücken sie aus, wenn sie da sind und lassen sie anschließend los bzw. sie fließen von alleine davon, wenn sie gelebt und ausgedrückt wurden. Wenn wir sie unterdrücken, fließen sie woanders hin und suchen sich einen anderen Weg zum Ausbruch, z.B. durch Krankheit.

Wenn wir im Süden in Balance sind, haben wir unser emotionales Gleichgewicht gefunden.
Die Balance zeigt sich im Süden:
- in Zärtlichkeit
- in Hingabe
- im Verschmelzen
- im Verspieltsein
- im Neugierigsein, auch sexuell neugierig
- im direkten Ausdruck von Gefühlen
- im Zulassen wirklicher Nähe

Eine Disbalance bzw. eine Blockade im Süden kann sich in folgenden Verhaltensweisen zeigen:
- wir wollen lieber kuscheln als Sex
- wir nehmen Sex in Kauf, um Nähe zu erhalten
- Männer wollen nur ejakulieren
- Frauen wollen auf emotionaler Ebene (durch Jammern) ejakulieren
- wir können unsere Gefühle nicht wahrnehmen, trauen ihnen nicht oder wir getrauen uns nicht, sie auszudrücken
- wir halten uns in Emotionen aus unserer Kindheit (siehe auch meinen Artikel zu Kellergefühlen) und unseren Dramen auf
- wir wollen haben und können nicht genug bekommen oder wir können nicht nehmen
- wir vertrauen niemanden
- wir sind in der Opferrolle
- wir verweigern die Verantwortung für uns selbst und wollen ewig Kind bleiben

Fortsetzung folgt …

Rad der Sexualität – Teil 1
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

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