Rad der Sexualität – Teil 2

In diesem Artikel wird das Rad der Sexualität fortgesetzt.

Der Westen

Im Westen geht es um das Gleichgewicht mit dem Element Erde und dem physischen Aspekt des Menschseins: unserem Körper.
Das umfasst auch unsere Körpersäfte, Begehren, Verlangen, Triebe, Wolllust, Stöhnen und Stimme. Deshalb ist der Westen die Himmelsrichtung, die am stärksten mit Scham und Schuldgefühlen belastet ist.
Der Westen bedeutet auch Stärke, Ausdauer und Stabilität. Um Kraft und Stärke zu besitzen, müssen wir in der Lage sein, mit unserem Körper Energie zu halten. Hier geht es nicht um Festhalten von etwas, sondern um das Halten und auch Transformieren von Energie, wie z.B. beim Essen.

Die Balance zeigt sich im Westen:
- in der Annahme des eigenen Körpers und der Körpersäfte
- in entspannter Sexualität und Selbstliebe
- in Geschmeidigkeit und Beweglichkeit des Körpers
- im Geerdetsein

Eine Disbalance bzw. eine Blockade im Westen kann sich in folgenden Verhaltensweisen zeigen:
- wir spüren unseren Körper nicht, d.h. wir sind in der Sexualität nicht wirklich in unserem Körper anwesend, dafür ist ist unser Geist meist hyperaktiv
- wir schämen uns dafür, wenn wir eine Frau / einen Mann begehren
- wir schämen uns dafür, wenn wir Selbstliebe machen
- wir schämen uns für die eigenen Körpersäfte
- wir versagen uns, unsere Wolllust durch unsere Stimme und Töne zu zeigen
- wir haben Geschlechtsvorurteile
- unser Körper ist steif und unbeweglich
- unser Körper ist verspannt

Der Norden

Im Norden geht es darum, mit dem Element Luft und damit auch mit dem Wind ins Gleichgewicht zu kommen. Mit unserem Verstand empfangen wir, um alle notwendigen Informationen zu koordinieren, damit wir in Einklang mit unserer Absicht bleiben.

Wenn wir mit dem Verstand nicht richtig empfangen, so ist unser Blickwinkel verengt und wir werden unflexibel.

Der Norden ist am Wichtigsten für die Entwicklung der Sexualität. Hier treffen wir die bewusste Entscheidung für Vergnügen und Genießen. Oder wir treffen unbewusst eine Entscheidung dafür, in der Opferrolle zu bleiben.

Die Balance zeigt sich im Norden:
- indem wir Ja zu unserer Sexualität sagen
- indem wir über unsere Sexualität und auch über unsere sexuellen Wünsche sprechen
- indem wir Fantasie haben und uns sexuelle Fantasien erlauben

Eine Disbalance bzw. eine Blockade im Norden kann sich in folgenden Verhaltensweisen zeigen:
- wir sind unentschlossen, ob wir Sex haben möchten oder nicht
- wir verbieten uns die eigene Lust an der Sexualität
- wir spüren Widerstand, Neues (auch in der Sexualität) auszuprobieren
- es fällt uns schwer, Entscheidungen zu treffen
- wir übernehmen keine Verantwortung für uns
- wir bleiben in der Opferrolle
- wir sagen “ja” auch wenn wir ein “nein” fühlen
- wir haben starre Glaubensätze
- wir halten an Voruteilen fest
- wir bewerten und beurteilen / verurteilen

Im Zentrum

Im Zentrum ist das Element der Leere.

Hier sind wir in Balance, wenn alle 4 Himmelsrichtungen entwickelt sind.

Je stärker das der Fall ist, desto tiefer sind wir in Kontakt mit der sexuellen Urenergie und Lebendigkeit. Wir nehmen uns nicht mehr als getrennte Wesen wahr, sondern sind mit etwas Größerem verbunden. Wir sind authentisch.

Wenn das Zetrum noch nicht in Balance ist, erleben wir unser Sexualität häufig sehr leistungsorientiert.

Zum Abschluss noch ein kurzer Blick zum Trantra.

Bei allen oben beschriebenen Punkten geht es darum, dass wir sie auch für uns alleine erleben können, unabhängig von einer / einem PartnerIn.
Das bedeutet auch, dass wir selbst selbst die Verantwortung für unsere eigene Sexualität, für unsere Lust übernehmen. Nicht die / der PartnerIn ist für unsere Lust, für unsere erotischen Gefühle oder unseren Orgasmus zuständig. Das sind wir selbst.
Genauso wie wir für unser eigenes Glück verantwortlich sind, sind wir auch für unsere Sexualität verantwortlich.

Das ist der tantrische Weg.

Rad der Sexualität – Teil 2
Von Myriam Tonga Götze, Schamanische Begleitung & Rituale

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